Mordkommando nach Dänemark unterwegs?
(05. Mai 2006/fa.) - Es ist bekannt, dass für die Ermordung der dänischen Karikaturisten, die es wagten, den Propheten Mohammed zu zeichnen Kopfgelder ausgesetzt wurden. Nach Medienberichten sollen nun konkret zwölf Männer unterwegs sein, um sich das Kopfgeld zu holen.
Das höchste Kopfgeld für die Ermordung der dänischen Karikaturisten hat die Vereinigung der Goldschmiede in der pakistanischen North West Frontier Provinz ausgesetzt - eine Million Dollar. Und diese Summe will sich ein Kommando von zwölf gedungenen Mördern offenbar verdienen.
Diese Truppe ist nach Informationen des aus dem Libanon stammenden amerikanischen Journalisten Joseph Fahar gen Dänemark aufgebrochen, um mit den Karikaturisten so zu verfahren wie mit dem holländischen Filmemacher Theo van Gogh, der am 2. November 2004 in der Innenstadt Amsterdams auf grausame Weise auf offener Strasse ermordet wurde. Nachzulesen ist Farahs Information auf seiner Website „G2 Bulletin“. Diese Meldung machte die FAZ.
Demnach befinden sich die zwölf jungen Männer, ausgestattet mit iranischen und afghanischen Pässen, schon auf dem Weg nach Europa. Farah, dessen Website von Geheimdiensten als seriös bewertet wird, beruft sich auf einen pakistanischen Kollegen, der die Information von Taliban-Rebellen im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet erhalten haben will.
Für die „Jyllands-Posten“ ist diese Bedrohung seit Beginn des Karikaturenstreits Ende Oktober des vergangenen Jahres bereits der Normalfall. Die ersten Morddrohungen erhielten die Karikaturisten unmittelbar nach der Veröffentlichung, unter anderem aus Mekka und von einer islamistischen Organisation aus Pakistan. Die Zeichner leben seither unter Polizeischutz. In den letzten Wochen seien wiederholt Drohungen gegen die Zeitung ausgesprochen worden.
Quelle: FAZ.net
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