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Guter Filmstart für “The Da Vinci Code”

(22. Mai 2006/rh.) - Der Inhalt des Romans “Sakrileg” ist erwiesenermassen Fiktion. Die Verfilmung des Stoffs ein zweieinhalbstündiges Verwirrspiel um Codes und geheime Orden mit blassen Schauspielern. Trotzdem strömten am Startwochenende viele ins Kino.

Wie das Buch von Dan Brown beginnt auch der Film mit einem Mord im Louvre. Alle Indizien weisen auf eine geheime Organisation hin, die alles daran setzt, ein Geheimnis zu bewahren, dessen Enthüllung angeblich die sei 2000 Jahren bestehende christliche Glaubenslehre stürzen könnte.

Hollywood versammelte seine Schauspieler-Elite, um den umstrittenen Bestseller filmisch umzusetzen. Regisseur Ron Howard, Produzent Brian Grazer und Drehbuchautor Akiva Goldsman holten Tom Hanks, Audrey Tautou, Jean Reno, Ian McKellen, Alfred Molina und Paul Bettany ans Set.

Buchautor Dan Brown schrieb die Kirchengeschichte neu. Indem er die Handlung seines Romans an Originalschauplätzen spielen lässt, ist es für den Leser schwierig, zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden. Browns Theorie endet in der Behauptung, Jesus Christus sei nicht auferstanden, er sei ein gewöhnlicher Mensch gewesen, der zusammen mit Maria Magdalena ein Kind gezeugt habe. Die Bibel sei unter Kaiser Konstantin so zusammengestellt worden, dass alle Aussagen in dieser Richtung ausgeschlossen worden seien.

Auch wenn’s nur erfundener Romanstoff ist – „Sakrileg“ wurde zum Millionenbestseller. Seine Mischung aus Kirchenkritik, Feminismus, Krimi, Verschwörungstheorie und Esoterik stösst auf grösstes Interesse.

Und trotz sachlicher Richtigstellungen und teils heftiger Kritik im voraus, zieht „The Da Vinci Code“ nun auch – unterstützt durch intensives Marketing – viele Menschen in die Kinos und spielte weltweit bereits 147 Millionen Dollars ein.

"Das erste Wochenende wird eines der international besten Startwochenenden überhaupt", gab Jeff Blake, Marketing-Chef von Columbia Pictures, bekannt. Für den deutschen Markt schätzt er die Einnahmen seit dem Start am Donnerstag auf 9,6 bis 10 Millionen Euro. International liege das Einspiel auf jeden Fall in der Top-20-Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. 

In Deutschland legte der Film im internationalen Vergleich den zweitbesten Start unter allen Ländern hin: So stürmten am ersten Wochenende bereits 1,4 Millionen Fans die Kinos.

In der Schweiz bereits 163'000 Eintritte verkauft, was den Film an die Spitze der Besucherrangliste brachte.

In den USA erwies sich "The Da Vinci Code" als zugkräftig und setzte sich vor den Action-Thriller „Mission impossible 3“.

Es scheint leider so, dass das Phänomen „Sakrileg“ sich weiterzieht – ungeachtet der sachlichen Kritik und schlechter Filmbesprechungen. Dabei ist auch zu sagen, dass der Film weit weniger verfänglich ist, als die Buchvorlage.

> Kommentar: Sakrileg ist ein Weckruf
> Kein Applaus für Sakrileg-Verfilmung
> Dan Brown - der grosse Flunkerer
> Da Vinci Code: Islamische Geldgeber?
> Grosser Sakrileg-Report

 



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