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ZDF berichtet über Reza Mamipour Abri

(21. Juli 2006/fa.) - Der iranische Asylbewerber Reza Mamipour Abri, 30, soll in den Iran abgeschoben werden, obwohl er bekennender Christ ist. In seinem Heimatland droht ihm die Todesstrafe. Das ZDF berichtet am Sonntag über seinen Fall.

Am 26. Juli will das Verwaltungsgericht Ansbach über das weitere Schicksal des iranischen Asylbewerbers Reza Mamipour Abri, 30, entscheiden. Brisant ist: Abri ist bekennder Christ. Aus diesem Grund droht ihm im Iran die Todesstrafe. Das Internetprotal Soulsaver startete für ihn eine Unterschriftensammlung.

Der 30-jährige Abri lebt seit Ende 1997 in Mittelfranken. Bereits zweimal ist sein Asylantrag vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt worden. Am 26. Juli (11.00 Uhr, Saal 5) wird über seinen Fall am Verwaltungsgericht Ansbach verhandelt. Er kann aber schon jetzt abgeschoben werden.

Bei einer ersten Verhandlung 2003 stellte sich das Gericht auf den Standpunkt, Abri werde im Iran nichts geschehen, wenn er sich dort nicht zum Christentum bekenne und unauffällig verhalte.

Abri hat sich bereits 1995 im Iran nach Kontakten zu Christen bekehrt. Er war deshalb mehrere Monate inhaftiert und wurde auch gefoltert. Nach seiner Freilassung gelang ihm die Flucht.

Nach dem 1981 in Kraft getretenen iranischen „islamischen Gesetz der Vergeltung“ kann jeder mit dem Tode bestraft werden, der „den Propheten beleidigt“, etwa indem er sich vom Islam ab- und einer „minderwertigen Religion“ zuwendet.

Die Geschäftsführerin der deutschen Sektion von Christian Solidarity International, Ingrid Seigis, erinnerte an den Fall Abdul Rahman. Der Pakistani Rahman hatte sich ebenfalls dem Christentum zugewandt und neun Jahre lang in Deutschland gelebt. Bei seiner Rückkehr nach Afghanistan war er von einem Gericht zum Tode verurteilt worden. Nur aufgrund von Protesten der internationalen Gemeinschaft wurde der Prozess schliesslich im März dieses Jahres abgebrochen und Rahman für geistig gestört erklärt. „Soll es jetzt einen zweiten Fall Abdul Rahman geben?“, fragt Seigis mit Blick auf den Iraner Abri.

Das ZDF greift das Thema auf und berichtet am Sonntag, 23. Juli, im Magazin "sonntags" unter anderem auch über die Situation von Reza Mamipour Abri.



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