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Der Fall Reza Mamipourabri im TV

Der in Deutschland lebende iranische Asylbewerber Reza Mamipourabri soll in den Iran abgeschoben werden, obwohl er bekennender Christ ist. In seinem Heimatland droht ihm die Todesstrafe. Das ZDF und Sat1 berichteten über seinen Fall.

Am 26. Juli will das Verwaltungsgericht Ansbach über das weitere Schicksal des iranischen Asylbewerbers Reza Mamipourabri, 30, entscheiden. Brisant ist: Reza ist bekennender Christ, der seinen Glauben aktiv lebt und auch missionarisch tätig ist. Aus diesem Grund droht ihm im Iran die Todesstrafe. Das Internetportal Soulsaver startete für ihn eine Unterschriftensammlung. Bislang haben sich dort rund 60000 Menschen eingetragen, die Reza helfen wollen.

Der 30-jährige Iraner lebt seit Ende 1997 in Mittelfranken. Bereits zweimal ist sein Asylantrag vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt worden. Am 26. Juli (11.00 Uhr, Saal 5) wird über seinen Fall am Verwaltungsgericht Ansbach verhandelt.

Bei einer ersten Verhandlung 2003 stellte sich das Gericht auf den Standpunkt, Abri werde im Iran nichts geschehen, wenn er sich dort nicht zum Christentum bekenne und unauffällig verhalte.

Abri hat sich bereits 1995 im Iran nach Kontakten zu Christen bekehrt. Er war deshalb mehrere Monate inhaftiert und wurde auch gefoltert. Nach seiner Freilassung gelang ihm die Flucht.

Die Geschäftsführerin der deutschen Sektion von Christian Solidarity International, Ingrid Seigis, erinnerte an den Fall Abdul Rahman. Der Pakistani Rahman hatte sich ebenfalls dem Christentum zugewandt und neun Jahre lang in Deutschland gelebt. Bei seiner Rückkehr nach Afghanistan war er von einem Gericht zum Tode verurteilt worden. Nur aufgrund von Protesten der internationalen Gemeinschaft wurde der Prozess schliesslich im März dieses Jahres abgebrochen und Rahman für geistig gestört erklärt. „Soll es jetzt einen zweiten Fall Abdul Rahman geben?“, fragt Seigis mit Blick auf den Iraner Abri.

Nun griffen deutsche TV-Sender das Thema auf. Sat 1 berichtete am 18. Juli ohne die Sympathien zum Iraner zu verbergen. Der Beitrag des ZDF, der am 23. Juli im Magazin "sonntags" ausgestrahlt wurde, hielt sich demgegenüber stark zurück und machte auf die politisch-juristische Brisanz aufmerksam, wenn ein Religionsübertritt als Asylgrund anerkannt werden soll. Die Richter fürchten wohl eine Signalwirkung und würden sich gezwungen sehen, in solchen Fällen die Echtheit des Glaubens der jeweiligen Antragsteller zu beurteilen.

Reza Mamipour Abri schreibt gegenwärtig seine Lebensgeschichte auf, die sobald wie möglich als Buch veröffentlicht werden soll.

Der Sat1 Beitrag ist auf der Webseite von Soulsaver zu sehen.



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