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Aids gefährdet die Uno-Ziele

(28. November 2006/fa.) - Die globale Aids-Epidemie gefährdet einer Analyse zufolge die selbstgesteckten Millenniumsziele der Vereinten Nationen.

Die Untersuchung stützt sich auf Daten aus 80 Entwicklungsländern. Sie warnt, dass sich ohne wirksamen Kampf gegen die Immunschwäche weder Armut noch Hunger, Kindersterblichkeit oder Bildungsnot bis 2015 den Zielen der Weltgemeinschaft entsprechend vermindern lassen.

So falle etwa in einem afrikanischen Land, in dem jeder Fünfte mit dem Aidserreger HIV infiziert ist, das Bruttoinlandsprodukt nach 20 Jahren um zwei Drittel niedriger aus, als ohne die Immunschwäche möglich gewesen wären, heisst es in der Analyse, die das Fachjournal „PLoS Medicine“ zum Weltaidstag im Internet veröffentlicht hat.

Die acht Millenniumsziele waren im September 2000 von Staats- und Regierungschefs aus aller Welt in der UN-Vollversammlung beschlossen worden. Mit ihnen haben sich die Staaten verpflichtet, bis zum Jahr 2015 unter anderem extreme Armut und Hunger weltweit zu halbieren, die Ausbreitung von Aids zu stoppen und die Kindersterblichkeit um zwei Drittel zu senken. Seit der Verabschiedung der Ziele ist die Zahl der HIV/Aids-Patienten weltweit auf fast 40 Millionen gestiegen.
Quelle: FAZ



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