Keine Ruhe für Israel
(11. Dezember 2006/fa.) - Syrien postiert Raketen an der Grenze zu Israel, während die Hamas den Waffenstillstand nutzt, um sich zu regenerieren. Im Libanon demonstrieren Hisbollah-Anhänger gegen die Regierung.
In der gestrigen Sitzung des israelischen Regierungskabinetts teilte der Vorsitzende der Forschungsabteilung des militärischen Geheimdienstes, Brigadegeneral Jossi Beidez, mit, dass Syrien die Truppen an der Grenze zu Israel verstärke. Syrien befürchte einen israelischen Angriff, meinte Beidez, und bereitet sich auf eine eventuelle militärische Auseinandersetzung vor.
Im Rahmen dieser Vorbereitungen habe Assad angeordnet, die Herstellung von Langstreckenraketen zu beschleunigen und entlang der Grenze vermehrte Antipanzerwaffen zu verteilen, die sich im Libanonkrieg als wirksame Bekämpfung der israelischen Panzer erwiesen hätten. Beidez meinte, dass man diesen Schritt nicht ignorieren dürfe, jedoch könnte es sich dabei auch nur um eine erhöhte allgemeine Verteidigungsbereitschaft handeln.
Der Vorsitzende des israelischen Sicherheitsdienstes Schin Bet, Juval Diskin, warnte davor, dass die Hamas sich zwar an den Waffenstillstand halte, jedoch die Feuerpause ausnutze, um Geld anzuhäufen und die palästinensischen Sicherheitsorgane im Gazastreifen immer mehr unter ihre Kontrolle zu bringen. Seit Beginn der Feuerpause wurden 17 Brüche seitens palästinensischer Terrorzellen verzeichnet, insbesondere seitens der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden, 13 davon allein am ersten Tag.
Etwa eine Millionen Libanesen, welche die Hisbollah unterstützen, versammelten sich am Sonntag zu einer Demonstration im Stadtzentrum von Beirut, um den Rücktritt des Ministerpräsidenten Fuad Siniora zu fordern. Der Vize des Hisbollahvorsitzenden Scheich Nasrallah, Naeem Kassem, hielt eine Rede und brachte die Massen zum Toben, indem er sagte, dass nach dem israelischen Angriff vom Sommer die USA nichts mehr im Libanon zu suchen hätten. Dies bezog sich auf die Unterstützung Sinioras durch die US-Regierung.
Die arabische Liga schlug einen Kompromiss vor, demnach sich die libanesische Regierung aus 30 Ministern zusammensetzen solle, davon 19 von der Regierungsmehrheit und zehn von der Opposition. Sollte dieser Vorschlag nicht zustande kommen, dann will die Hisbollah den Flughafen und den Seehafen der libanesischen Hauptstadt stilllegen. Die Demonstranten riefen im Sprechchor "Tod für Israel und Tod für Amerika". Quelle: Nai
zurück
|