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Herodes, die Weisen und wir

(11. Mai 2007/rh.) - Die in diesen Tagen gemeldet Entdeckung der Grabstätte Herodes des Grossen richtete für kurze Zeit den Scheinwerfer auf diesen König der Juden, der zur Zeit Jesu lebte. Das erinnert auch daran, wie unterschiedlich die vorausgesagte Ankunft von Jesus Christus in jener Zeit aufgenommen wurde. Dieselbe Botschaft liess die Gelehrten aus dem Osten sofort nach Jesus suchen, während Herodes in düstere Angst versank. Und wie reagieren wir?

Die Suchenden. Sie waren hochgebildet, wohlhabend und angesehen. Sie studierten alte hebräische Schriften – mit einiger Wahrscheinlichkeit solche aus der Zeit Daniels – und beobachteten die Bewegungen der Sterne. Plötzlich entdeckten sie einen Punkt, an dem Schrift und Stern sich trafen, wo Ewigkeit und Zeit verschmolzen. Für die Gelehrten gab es kein Zögern mehr. Dort wollten sie hin! Sie legten die Arbeit nieder, verliessen ihre Familien und machten sich auf eine beschwerliche Reise. Die Rede ist von den Weisen aus dem Morgenland. Das prophetische Wort hatte sie mit Sehnsucht erfüllt: «Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten!»

Der Angsterfüllte. Dasselbe prophetische Wort erfüllte eine andere Person mit Angst und Schrecken: Herodes. Seine Angst um die eigene Stellung machte ihn blind für die Chance seines Lebens. mehr...

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