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Deutschland ist „Lager der Kreuzzügler“

(16. Mai 2007/fa.) - Der deutsche Verfassungsschutz und Innenminister Wolfgang Schäuble warnen vor der wachsenden Bedrohung durch den Islamismus.

Deutschland ist zum Einsatzgebiet von Islamisten geworden, schreibt der "Focus". Erst vor wenigen Tagen hätte es die Terrorgruppe „Islamic Jihad Union“ beinahe geschafft: Zwei deutsche Konvertiten planten zusammen mit drei Türken mit deutschen Pässen Anschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland. Dieser vereitelte Anschlag sei nur die Spitze eines Eisberges, den der neue Verfassungsschutzbericht 2006 näher beschreibe.

„Die grösste Bedrohung für die Stabilität und die Sicherheit in Deutschland geht weiterhin vom islamistischen Terrorismus aus“, sagte Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei der Vorstellung des Berichts. Deutschland müsse nach den fehlgeschlagenen Attentaten durch Kofferbomben auf zwei Regionalzüge im Juli 2006 sowie der zwei in diesem Jahr im Internet veröffentlichten Videobotschaften künftig mit einer „neuen Qualität terroristischer Aktivitäten“ rechnen.

Gemäss "Focus" warnt der Verfassungsschutzbericht davor, dass „Deutschland von islamistischen Terroristen nicht mehr nur als Rückzugsraum betrachtet wird, sondern zu deren Operationsgebiet geworden“ sei. „Deutschland zählt für die „Mudschahedin“ (Kämpfer des „Dschihad“) zum Lager der „Kreuzzügler“, zu den Helfern der USA und Israels“, schreiben die Verfassungsschützer.

Die Ideologie des gewalttätigen „Dschihad“ versuche auch in Deutschland, die Vorstellung von einer „islamischen Gesellschaft“ durchzusetzen, die mit den Werten der freiheitlichen demokratischen Grundordnung unvereinbar sei. So wollen die Islamisten dem Bericht zufolge in Deutschland „Freiräume“ für ein „schariakonformes Leben“ schaffen.



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