Christliche Akademiker: Gegen Karrierefixierung
(29. Mai 2007/idea) – Christen in akademischen Berufen sollten sich zu ihrem Glauben bekennen und sich für eine gerechte und menschenwürdige Gesellschaft einsetzen. Dazu hat der erstmals von der SMD (Studentenmission in Deutschland) veranstaltete Kongress Akademikon in einer Schlusserklärung aufgerufen.
An dem Treffen nahmen über Pfingsten über 300 christliche Akademiker in Mainz teil. Man trete einer „fromm kaschierten Rückzugsmentalität ebenso entgegen wie einer egoistischen Karrierefixierung“, heisst es in dem Papier. Leitmotiv der gesellschaftlichen Verantwortung sei die alttestamentliche Aufforderung „Suchet der Stadt Bestes“ (Jeremia 29,7).
Akademiker gehörten zu einer privilegierten Bevölkerungsgruppe. Daraus ergebe sich eine besondere Verantwortung: „Als von Gott eingesetzte Haushalter sind wir beauftragt, unsere Zeit und unsere Kraft zur Ehre Gottes, zum Wohl von Menschen und zum Schutz von Gottes Schöpfung einzusetzen.“
In der Erklärung wird dazu aufgerufen, „jeder Form von Mobbing und anderen Fouls entgegenzutreten und eine Ellbogenmentalität zu vermeiden, die den anderen als Rivalen sieht“. Ziel sei es, Vertrauen zu Kollegen aufzubauen und sie zu einer lebensverändernden, persönlichen Beziehung zu Jesus Christus einzuladen.
Der Mathematiker Prof. John Lennox (Oxford/Grossbritannien), der die Bibelarbeiten hielt, warnte Christen vor einer Privatisierung des Glaubens. Man dürfe das Leben nicht aufspalten in den Dienst für Gott und die sonstigen Lebensbereiche. Jeder Christ sollte sich einmal fragen: „Wann bin ich das letzte Mal zu meiner Arbeit gegangen in dem festen Bewusstsein, dass der Herr mich sendet?“ Kernmotivation für das persönliche Arbeitsleben sollte für Christen nicht das Geld, sondern die Aufforderung Jesu sein: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes!"
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