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Gegen das "Einknicken vor dem Islam"

(12. Juni 2007/fa.) - Nach der Ermordung des Filmemachers Theo van Gogh und den Morddrohungen gegen Salman Rushdie, Ayaan Hirsi Ali, Ibn Warraq, den niederländischen Kabarettisten Ewoud Jansen und mehren sich die Stimmen in Deutschland, die sich gegen den radikalen Islam wehren.

Auch in Deutschland wurden Menschen von Islamisten mit dem Tod bedroht, unter anderem der Islamwissenschaftler Hans-Peter Raddatz, Seyran Ates und Ekin Deligöz. Vor kurzem erhielt der Schriftsteller Ralph Giordano Drohungen, weil er sich gegen den Bau einer grossen Moschee in Köln wendet.

Jetzt hat die aus dem Iran geflüchtete und in Mainz lebende Publizistin Nasrin Amirsedghi eine Online-Petition gestartet.

Im Text wird provokativ gefragt:

- Wo sind wir denn, dass wir uns überlegen müssten, ob unser Tun und Handeln radikalen Muslimen gefällt oder nicht?
- Wo sind wir denn, dass wir uns in vorauseilendem Gehorsam von religiösen und anderen Fanatikern vorschreiben liessen, was wir sagen dürfen oder nicht?
- Wo sind wir denn, dass wir in die Knie gehen vor jenen offenbar jederzeit von irgendwelchen hiesigen Imamen abrufbaren islamischen Zorn- und Empörungskollektiven zwischen Kairo, Iran und Bali, wie der Streit um die dänischen „Mohammed-Karikaturen“ sie uns vorgeführt hat?

Wir sind mit Ralph Giordano „der Traditionen, Sitten und Gebräuche überdrüssig, die jede Kritik in Beleidigungen umfälschen, selbst aber höchst verschwenderisch mit Verbalinjurien gegen Andersgläubige zur Hand sind“.

Die Unterschreiber der Petition betonen:

"Wir werden das Recht auf freie Meinungsäusserung nicht der Sharia unterwerfen! Für Morddrohungen, Antisemitismus und die Leugnung des Holocaust darf es nirgendwo einen Platz geben!"

Der Petitionstext schliesst mit sechs Forderungen an Politik und Medien, darunter "die kritische Auseinandersetzung mit jenen Imamen und Verbandsfunktionären, die den liberalen Rahmen und die Toleranz der freiheitlichen Verfassung nutzen, um totalitäre Ansichten von Staat und Religion in ihren Enklaven durchzusetzen, die die Spielregeln rechtsstaatlicher Verfasstheit unterminieren, die mit antiwestlicher Indoktrination einen an der Sharia orientierten Unterricht geben und die Standards der Demokratie wie Koedukation; Sexualunterricht, Sport, Klassenfahrten und Geschlechtergleichheit verweigern".



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