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John Stott zieht sich zurück
(24. Juli 2007/idea) – Einer der international bekanntesten und einflussreichsten evangelikalen Theologen, der Anglikaner John Stott (London), hat sich zur Ruhe gesetzt.
Mit einem Vortrag zum Thema „Was ist Gottes Ziel für seine Leute?“ verabschiedete sich der 87-Jährige Mitte Juli im englischen Keswick in Nordwestengland aus der Öffentlichkeit.
„Gott will, dass seine Leute wie Christus werden“, sagte Stott, der von den Zuhörern mit stehenden Ovationen begrüsst wurde. Wer Christ sein wolle, müsse sich wie Christus verhalten. Dann wäre die Verkündigung der christlichen Botschaft auch glaubwürdiger, so Stott. Dazu gehöre ein authentischer Lebensstil. So wie Gott in Jesus Christus Mensch geworden sei, müssten sich Christen heute auf die Lebenswelt der Menschen einlassen, die von Gott entfremdet seien.
„Warum sind wir in unseren evangelistischen Bemühungen oft so erfolglos?“, fragte Stott seine Zuhörer. Seine Antwort: „Ein Grund ist der, dass wir nicht so sind wie dieser Christus, zu dem wir aufrufen.“ Er verwies zur Begründung auf einen Ausspruch eines Hindu-Wissenschaftlers in Indien, der einem christlichen Studenten sagte: „Wenn ihr Christen wie Jesus Christus wärt, dann würde euch Indien bereits morgen zu Füssen liegen.“ Ähnlich habe sich Stott zufolge auch ein ehemaliger arabischer Muslim geäussert, der Christ geworden sei und heute als Pastor arbeite: „Wenn alle Christen wirklich Christen wären – nämlich wie Jesus Christus lebten – dann würde es heute keinen Islam mehr geben.“
Stott wird seinen Ruhestand in einem Seniorenheim für anglikanische Geistliche im Süden Englands verbringen. Er hat wie kaum ein anderer die evangelikale Bewegung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geprägt.
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