|
Ermordete Geisel war ein Pastor
(26. Juli 2007/fa.) - Südkorea ist im Aufruhr: Nachdem die Taliban eine der 23 südkoreanischen Geiseln erschossen haben, schickt die Regierung einen Sonderbeauftragten nach Afghanistan.
Von Kugeln durchsiebt wurde die südkoreanische Geisel gestern in Afghanistan aufgefunden. Der Leichnam weise zehn Einschüsse in Kopf, Brust und Bauch auf, sagte ein Polizeisprecher. Die Taliban hatten zuvor verkündet, eine der 23 Geiseln sei getötet worden, weil die Forderung nach Freilassung von inhaftierten Gesinnungsgenossen nicht erfüllt wurde. Das meldet „Blick online“.
In Südkorea herrscht Wut und Trauer: Auf den Strassen von Seoul protestieren Tausende für einen sofortigen Rückzug der Truppen aus Afghanistan. Die Regierung hat den Mord scharf verurteilt und die sofortige Freilassung der übrigen Verschleppten verlangt.
Die Entführer würden für den Tod der Geisel zur Rechenschaft gezogen. Die Ermordung einer unschuldigen Zivilperson sei durch nichts zu rechtfertigen, sagte der Sonderbeauftragte Baek Jong Chun. Er wird noch im Laufe des Tages nach Kabul aufbrechen.
Bei der getöteten Geisel handelt es sich nach Angaben des südkoreanischen Aussenministerium um einen 42-jährigen Mann. Es soll ein christlicher Pastor gewesen sein, berichtete ein TV-Sender, unterwegs, das Evangelium in Afghanistan zu verkündigen.
zurück
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2011 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |