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Säureangriffe auf Frauen wegen Ehrverletzung

(13. August 2007/fa.) – Eine falsches Wort, Eifersucht, irgend eine Nebensächlichkeit kann in Pakistan genügen, dass Frauen Opfer brutaler Taten werden.

Als Mittel zur Demütigung der Frauen wird Schwefelsäure eingesetzt. Das führt zu grauenvollen Verbrennungen und Entstellungen. Auf das schreckliche Thema aufmerksam gemacht, hat die Fotografin Paula Bronstein. Sie hat die Opfer solcher Säureatacken in einer erschütternden Reportage porträtiert, die Bilder werden im „stern“ gezeigt.

Wie viele Säure-Attacken in Pakistan jedes Jahr stattfinden, ist nicht dokumentiert. Für Bangladesh, das traurige Berühmtheit für Säure-Opfer Praxis erlangte, liegen immerhin Näherungswerte vor. Von Januar bis November 2006 wurden nach Angaben der "Acid Survivor's Foundation" 165 Fälle gemeldet - seit 1999 sind es damit mehr als 2200. Sowohl in Bangladesh als auch in Pakistan sind viele der Opfer zum Zeitpunkt des Verbrechens unter achtzehn Jahre alt.

Die Motive der Täter kreisen um einen - für westliche Beobachter nicht nachvollziehbaren - Ehrbegriff. Ein Flirt, ein Blick, eine Heimlichkeit unter Freundinnen, die Ablehnung einer arrangierten Ehe, das Widerwort gegen einen Mann: Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb sich Männer oder ganze Familienclans in ihrer Ehre verletzt fühlen. Die "Strafen", in Selbstjustiz verhängt, reichen von Prügel über Säure-Attacken bis zum Ehrenmord. Amnesty International beklagt, dass diese Verbrechen nicht oder nur nachlässig verfolgt werden: Nur sechs bis zehn Prozent der Täter würden vor Gericht landen.

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