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Unerwünschtes Jubiläum: 25 Jahre Computervirus

(15. August 2007/fa.) – Der Computervirus feiert in diesen Tagen seinen 25. Geburtstag. Seit seinem ersten Auftreten führen ganze Stämme von Viren und Würmern einen Kampf gegen die Virenabwehrtechniker. Doch das digitale Ungeziefer ist dabei meist einen Schritt voraus.

„ETH Life“ erinnert an den Beginn des Virenzeitalters: Das erste Virus namens ''Elk Cloner'' war harmlos. Um seine Freunde, die ihn immer nach neuen Computerspielen fragten, zu erschrecken, schrieb der damals fünfzehnjährige Schüler Rich Skrenta 1982 das erste bekannte Computervirus. Das Programm namens "Elk Cloner" kopierte sich von einer Diskette in die Startsequenz des befallenen Computers und von dort aus auf jede verwendete Diskette. Bei jedem 50. Disketteneinschub zeigte "Elk Cloner" ein kurzes Gedicht an, welches beim Benutzer für eine Schrecksekunde sorgen sollte. Ansonsten war das Programm völlig harmlos.

Heute zeigt sich eine drastisch verschärfte Situation. Die Viren haben sich verändert. Ging es früher eher darum, Sicherheitslücken aufzuspüren und auszunutzen als wirklich Schaden anzurichten, ist die heutige Malware praktisch ausschliesslich an kommerzielle Interessen gebunden. Die klassischen Viren hingegen, die sich wie ihre biologischen Vorbilder mit Hilfe von Wirtsprogrammen verbreiten, existieren praktisch nicht mehr.

Wie „ETH Life“ schreibt, seien heute vor allem Computerwürmer im Umlauf, die sich selbstständig über das Internet verbreiten und Hintertüren öffnen, um Hackern Zugang auf den Rechner zu verschaffen. Die infizierten Computer werden von den Hackern dann zu so genannten "Botnets" zusammengeschlossen. Über diese Netzwerke kann der Programmierer des Wurms auf die Rechenleistung und die Internetbandbreite jedes einzelnen Rechners zugreifen und damit beispielsweise Spam-Mails verschicken oder Attacken gegen Server starten.

Auf diese Weise „versteckt“ sich der Virus, denn durch das Botnet ist der Urheber kaum ausfindig zu machen, weil der Angriff von unzähligen infizierten Rechnern und aus verschiedenen Ländern gestartet wird. Hinter diesen Computerwürmern stecken oftmals professionelle Firmen, die ihre Botnets dann für Wirtschafts- und Militärspionage, aber auch zur illegalen Geldbeschaffung verkaufen.

Inzwischen gibt es zahlreiche Anbieter von Antiviren-Softwares, welche die schädlichen Programme aufspüren sollen. Es liegt aber im Sinn der Sache – die Virenbekämpfer liegen immer einen Schritt im Rückstand.

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