Indonesien: Muslime weinen wegen Christinnen
(21. August 2007/fa.) - Drei christliche Lehrerinnen in Indonesien wurden vorzeitig aus der Haft entlassen. Ihr Zeugnis im Gefängnis wirkt nach.
In Indonesien war den drei christlichen Lehrerinnen Rebekka Zakaria, Eti Pangesti und Ratna Bangun ohne Beweise vorgeworfen worden, sie hätten versucht, muslimische Schulkinder „mittels Lügen und materieller Anreize“ zum Übertritt zum Christentum zu bewegen.
Am 1. September 2005 wurden die drei Frauen zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, obwohl sämtliche muslimische Eltern der Teilnahme ihrer Söhne und Töchter an den Kursen der Lehrerinnen zugestimmt hatten.
Während der Haft bekamen die drei Frauen nur wenig zu essen. Trotzdem teilten sie die Mahlzeiten mit ihren muslimischen Mitgefangenen. Selbst ihre muslimischen Wärter waren von der Selbstlosigkeit der Frauen beeindruckt, schreibt die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International CSI.
Es kam schliesslich so weit, dass Rebekka Zakaria auf dem Gefängnisareal Gottesdienste feiern durfte. Als die drei Christinnen das Gefängnis verlassen konnten, wurden sie von ihren muslimischen Mitinsassinnen mit Tränen verabschiedet.
Internationaler Druck von CSI und anderen Menschenrechtsorganisationen hatte dazu geführt, dass die drei Lehrerinnen seit dem 8. Juni 2007 wieder frei sind. Sie wurden ein Jahr früher entlassen.
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