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Südkoreanerin verzichtete auf Freilassung
(24. August 2007/fa.) – Sie wäre bald freigelassen worden. Doch dann verzichtete Lee Ji Young - und liess einer anderen von den Taliban entführten Südkoreanerin den Vortritt.
Wie „Spiegel online“ meldet, habe die in Afghanistan entführte südkoreanische Entwicklungshelferin Lee Ji Young ihre Entscheidung, auf ihre Freilassung zu verzichten und einer anderen Geisel den Vortritt zu lassen, damit begründet, dass sie bereits mehr Erfahrung mit dem Leben in Afghanistan habe. Dies sagten die beiden kürzlich freigelassenen Südkoreanerinnen dem Fernsehsender al-Dschasira in einem Interview.
Die Taliban hätten Lee erlaubt, dennoch einen Brief an ihre Familie zu schreiben, den die Freigelassenen mitnahmen. Darin schreibe sie, die Familie solle sich keine Sorgen um sie machen. "Bitte bleibt gesund und fühlt euch wohl", heisst es in dem Brief nach Berichten südkoreanischer Medien.
Lee ist bereits seit Dezember 2006 in Afghanistan. Sie war Leiterin der Gruppe christlicher Entwicklungshelfer, die im Juni dieses Jahres in Afghanistan eintraf. Die Taliban hatten die Südkoreaner am 19. Juli in ihre Gewalt gebracht. Aus der Gruppe der ursprünglich 23 Geiseln wurden zwei Männer erschossen, die beiden kranken Frauen freigelassen. Direktverhandlungen mit einer südkoreanischen Delegation waren nach mehreren Tagen ergebnislos abgebrochen worden.
Polnische Soldaten haben nach Angaben von Polens Verteidigungsminister Aleksander Szczyglo in Afghanistan einen hohen Vertreter der radikalislamischen Taliban festgenommen. Die Festnahme sei bereits am 16. August erfolgt, sagte der Minister. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen Kämpfer mit dem Pseudonym "Puma". Dieser habe an vierter Stelle auf einer Liste mit den meistgesuchten Terroristen in Afghanistan gestanden, so Szczyglo. Die Festnahme gelang nach Angaben des Ministers bei der Verfolgung von Angreifern auf polnische Soldaten der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe (Isaf).
Die Taliban fordern nach Angaben des Verteidigungsministers den Austausch eines islamistischen Kämpfers mit dem Decknamen "Puma" gegen die 19 von ihnen entführten Südkoreaner. „Puma“ wurde von polnischen Soldaten gefasst. Er zählte zu den meistgesuchten Terroristen in Afghanistan.
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