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Chrischona-Direktor: Biblisches Fundament bröckelt
(28. August 2007/idea) – Eine abnehmende biblische Fundierung bei Christen beobachtet der Direktor der pietistischen Pilgermission St. Chrischona, Markus Müller (Bettingen bei Basel).
„Unsere Orientierung am Menschen ist zu stark, Gott lassen wir am Rand“, sagte er am 26. August beim Christustag der hessischen Chrischona-Gemeinden in Wartenberg bei Lauterbach (Vogelsberg). Nur wenn die Christen ihr Fundament im Wort Gottes hätten, könnten sie eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zukunft spielen, sagte Müller vor rund 1.000 Besuchern des Christustags. Unter anderem fordere der Islam in der Mitte Europas die Christen heraus. Sie sollten sich Gott neu zur Verfügung stellen.
Der Inspektor des Chrischona-Gemeinschaftswerks in Deutschland, Pfarrer Rainer Geiss (Giessen), kritisierte Übergriffe auf Ausländer im sächsischen Mügeln. Dort waren am 19. August bei einer Schlägerei acht Inder zum Teil schwer verletzt worden. Chrischona-Gemeinden sollten sich nicht gegenüber Fremden abschotten, sagte Geiss: „In der Gemeinde Jesu kann es keine Ausländerfeindlichkeit geben.“
Zu der 1840 gegründeten Pilgermission St. Chrischona gehören 184 Gemeinden mit knapp 25.000 Mitgliedern und regelmässigen Besuchern in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und im südlichen Afrika. Das Chrischona-Gemeinschaftswerk in Deutschland umfasst 69 Gemeinden und Gemeinschaften mit rund 6.700 Mitgliedern und Freunden.
Am Theologischen Seminar in Bettingen haben laut Müller im neuen Studienjahr hätten 134 junge Menschen ein Studium aufgenommen. Erstmals seit vielen Jahren sei unter den Seminaristen für das fünfjährige Hauptstudium die Zahl der Teilnehmer aus Deutschland grösser als aus der Schweiz. Insgesamt hätten bislang 5.867 Männer und Frauen eine theologische Ausbildung am Seminar absolviert.
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