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Evolution statt Schöpfung in die Verfassung?

(29. August 2007/(fa.) – Der Berner Immunologe und Atheist Beda M. Stadler will, dass in der Schweizer Verfassung das Wort „Gott“ gegen „Humanismus“ ausgetauscht wird und „Schöpfung“ gegen „Evolution“. Die Mehrheit der Schweizer glaube nicht mehr an ein Schöpfungsmodell. Doch hier irrt sich der Uniprofessor.

In seinem Beitrag in der "NZZ am Sonntag" fragte sich Beda M. Stadler, Direktor des Instituts für Immunologie (Universität Bern), ob sich ein Staat von biblischen Vorgaben leiten lassen könne, „deren Wahrheitsgehalt nie überprüft werden kann“. Stadler gilt als bekennender Atheist.

Seiner Meinung nach darf ein Staat "wissenschaftliche Erkenntnis nicht negieren" und vor allem einer "religiösen Minderheit" nicht "derart viel Platz in der Präambel verschaffen".

Konkret fordert er die Umformulierung der Präambel der Schweizer Staatsverfassung. Der neue Text solle künftig ohne die Begriffe "Gott" und "Schöpfung" auskommen. Sein Vorschlag: "Im Namen des Humanismus! Das Schweizervolk und die Kantone, in der Verantwortung gegenüber der Evolution …"

Für den Berner Uniprofessor ist der evolutionäre Humanismus ein geeigneter Ersatz für die Religion in der Verfassung. Der Immunologie-Experte begründet seinen Vorstoss in der genannten Zeitung als Beitrag zur "Verhinderung unnötiger Konflikte". Für Stadler ist Religion Privatsache. Auch glaube die Mehrheit der Schweizer nicht mehr an das biblische Schöpfungsmodell. Hier irrt sich Stadler. Eine aktuelle repräsentative Umfrage belegt das Gegenteil in grosser Deutlichkeit. „factum“ 6/2007 veröffentlichte die überraschenden Umfrageergebnisse.

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