Iranischer Christ: 53 Tage Hungerstreik
(03. September 2007/fa.) - Weil im Iran der Tod droht, ersucht ein iranischer Christ in Neuseeland um Asyl. Mit einem Hungerstreik versuchte er, das Bleiberecht zu erzwingen. Inzwischen wurde aus der Abschiebehaft entlassen.
Amnesty International hatte auf den Fall hingewiesen, andere Menschenrechtsorganisationen schlugen ebenfalls Alarm. Nun appellierte das Oberhaupt der anglikanischen Kirche an die Regierung in Wellington, den Fall neu zu prüfen, berichet "Spiegel online".
Nun entliessen die Behörden den entkräfteten Ali Panah, 40, aus der Abschiebehaft. Dies nach dem Appell des Oberhauptes der anglikanischen Kirche Neuseelands, David Moxon, unter der Bedingung, dass er den Hungerstreik abbricht. Das ändere jedoch nichts an der geplanten Abschiebung, sagte Einwanderungsminister David Cunliffe.
Der gebürtige Moslem fürchtet in Iran die Todesstrafe wegen seines Übertritts zu einer anderen Religion. Panah war vor einigen Jahren in Südkorea zum Christentum übergetreten.
Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe "Global Peace and Justice" in Auckland wurde das Video, das er seiner Mutter von der Taufe schickte, in Iran abgefangen. Panah sei in Abwesenheit wegen Verlassens der islamischen Glaubensgemeinschaft zum Tode verurteilt worden. Er beantragte 2002 in Neuseeland Asyl.
Die neuseeländischen Behörden lehnten den Antrag ab und nahmen Panah in Abschiebehaft. Der Mann weigert sich aber, mit seiner Unterschrift einen iranischen Pass zu beantragen. Ohne Pass akzeptiert Iran die Rückkehr nicht.
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