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Taliban wollen mehr Ausländer entführen

(05. September 2007/fa.) - Die radikal-islamischen Taliban haben mit der Entführung weiterer Ausländer gedroht. Diese Taktik habe sich als wirkungsvolles Druckmittel erwiesen.

Die Verschleppung von 23 Südkoreanern im Juli habe sich als effektiv gegenüber der afghanischen Regierung und den ausländischen „Invasionstruppen“ gezeigt, sagte Taliban-Sprecher Jussuf Ahmadi laut „focus online“. Die afghanischen Behörden hielten alle Ausländer dazu an, sich registrieren zu lassen und jeglichen Ortswechsel bei der Polizei zu melden.

Im Gegenzug für die Freilassung der ursprünglich 23 südkoreanischen christlichen Aufbauhelfer, von denen sie zwei töteten, hatten die Taliban in direkten Verhandlungen mit Vertretern der Regierung in Seoul den – ohnehin geplanten – Abzug der 200 in Afghanistan stationierten südkoreanischen Soldaten erreicht. Medien berichteten zudem von Lösegeldzahlungen in Millionenhöhe, die Seoul jedoch abstreitet. Die Extremisten halten weiterhin den deutschen Ingenieur Rudolf B. in ihrer Gewalt.

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