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Grünes Licht für Mensch-Tier-Embryonen
(07. September 2007/rh.) – Britische Forscher dürfen Tier-Mensch-Embryonen herstellen. Der Entscheid stützt sich auf eine Volksbefragung.
Die Technik geht so: Forscher nehmen die Eizelle einer Kuh, schälen das gesamte tierische Erbgut, die DNS, heraus und fügen menschliches Erbgut ein. So wächst in der Petrischale ein Rind-Mensch-Embryo. Er ist nicht dazu bestimmt, eines Tages selbstständig zu leben, sondern soll embryonale Stammzellen liefern, mit denen – irgendwann einmal und nur vielleicht – Krankheiten wie z.B. Parkinson behandelt werden.
Zurzeit geht es allerdings erst um die Grundlagenforschung. Die Wissenschaftler benötigen dazu „Material“. Die bisherige Praxis, nämlich die Verwendung von Stammzellen aus „überzähligen“ Embryonen aus der Fortpflanzungsmedizin, ist zu Recht höchst umstritten. Die Tier-Mensch-Zellen sollen sie nun ersetzen.
Lässt sich ein Übel mit einem anderen vertreiben? Sicher nicht. Es erstaunt sehr, wie der Entscheid zugunsten der Chimären-Produktion zustande kam. Die dafür zuständige Behörde, die Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA), wollte den heiklen Entscheid nicht selbst fällen. Also startete sie eine Art Volksbefragung. 2073 Personen wurden mit Umfragen und in öffentlichen Veranstaltungen befragt. Dabei hätten sich 61 Prozent für den widernatürlichen Embryonenmix entschieden. Auf dieses Ergebnis stützt die HFEA und ihr Expertengremium den Entscheid, der Tier-Mensch-Embryonen-Herstellung grünes Licht zu geben. Sie selbst wäscht ihre Hände in Unschuld.
Die Schwäche der Demokratie offenbart sich in beängstigender Weise, wenn die Mehrheit in ethischen Fragen Entscheidungen fällt, die sich nicht in Verantwortung gegenüber Gott trifft.
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