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Sonderausstellung „Adam, Eva und Darwin“
(21. September 2007rh.) – „Adam, Eva und Darwin. Szenen einer Problembeziehung.“ Mit diesem attraktiven Titel und einem spannenden Thema wirbt das Museum Baselland in Liestal für seine neue Sonderausstellung. Doch die angekündigten Vorträge und Führungen zerstreuen die Hoffnung auf eine offene Diskussion um Evolution und Schöpfung.
Noch bis zum 29. Juni 2008 ist im Museum in CH-Liestal eine Sonderausstellung zur Frage des Ursprungs von Universum und Mensch zu besichtigen. Anlass dazu boten das Darwin-Jahr 2009, in dem die Entwicklungstheorie 150 Jahre alt wird, aber sicher auch die neu entflammte Diskussion und Kritik an der Evolutionstheorie. Die Evolutionsbiologen müssen sich erklären. Dass verschiedene Schweizer Medien auf die Ausstellung in einem kantonalen Museum hinweisen, verrät das Interesse am Thema.
Die Ausstellungsverantwortlichen bringen es auf den Punkt: „Keine Idee stellt die Vorrangstellung des Menschen oder die Schöpfung durch einen Gott radikaler in Frage. Wenn die Triebfedern der Entwicklung des Lebens Mutation und Selektion sind, sind wir dann ein Produkt des Zufalls?“ Die Hoffnung, in Liestal eine ausgewogene Suche nach Antworten zu finden, dürfte sich aber kaum erfüllen. Insgesamt geht es den Ausstellungsmachern darum, die Evolutionstheorie einem breiten Publikum nahe zu bringen und die Frage des Glaubens als eine für die Naturwissenschaft irrelevante Grösse zu separieren. Das verraten die verschiedenen Ankündigungen.
Die Vortragsthemen und Führungen zur Ausstellung weisen darauf hin, dass es in erster Linie um einen Werbefeldzug für die Idee der Evolution geht: „Nach dem Urknall. Wie hat sich die Welt entwickelt? Beissen Sie in den Apfel der Erkenntnis.“ - „Ein Zufall im Paradies. Warum gibt es eigentlich Menschen?“ (Film) - „Von der Ursuppe zum Menschen. Seltene Stücke aus unserer Sammlung erklären die Evolution.“
An der Volkshochschule Basel findet im Januar eine Vortragsreihe zum Verhältnis von Schöpfung und Evolution statt, in Zusammenarbeit mit dem Museum. Auch hier fehlen alternative Stimmen, die eine ehrliche Auseinandersetzung gewährleistet hätten. Barbara Hohn, Ordinaria für Molekularbiologie an der Universität Basel spricht zum Thema „Genetik und Evolution“, der Zoologe Dieter Ebert, ebenfalls Uni Basel, versucht „die Entstehung neuer Arten und die Evolution des Menschen“ zu erklären und schliesslich dürfte die Basler Theologin Christina Aus der Au ihr Vortragsthema „Hat Gott Platz neben Darwin?“ mit einem deutlichen Ja beantworten. Die Dozenten, die alle an der gleichen Universität lehren, werden sich wohl kaum gegenseitig in Frage stellen.
Menschen, die sich für eine geplante und damit sinnvermittelnde Erschaffung des Lebens durch Gott einsetzen und die Bibel ernst nehmen, dürften, so unsere Befürchtung, auch in Basel zusammen mit den „amerikanischen Kreationisten“ in die Fundamentalisten-Ecke abgeschoben werden. Das ist nichts Neues. Neu ist hingegen, dass eine Ausstellung ausdrücklich das Thema Schöpfung/Evolution in den Vordergrund stellt, um so auch jene Menschen zu erreichen, denen der Schöpfungsgedanke nahe liegt und das ist gemäss einer aktuellen Umfrage die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung. Das Programm ist dann aber darauf ausgerichtet, die evolutionistische Interpretation zu erklären.
Auch Schulklassen werden zu stufengerechten Führungen eingeladen. Geschickt die Fragestellung in der Ausschreibung: „Was sagte Darwin wirklich und was ist dran an der Behauptung, die Evolutionstheorie vertrage sich nicht mit der Existenz eines Gottes?“ Das trifft ins Herz vieler Kinder und Jugendlicher, die vom Religionsunterricht her kommen und Gott als den Schöpfer kennen. Jetzt sagt man ihnen, dass Gott anders als in der Bibel beschrieben, keinen Plan zur Erschaffung des Menschen hatte, sondern sich das Leben aus der Ursuppe, durch einen Zufall und dann durch Selektion und Mutation, durch Auswahl und Tod, höher entwickelte bis zum Menschen.
Nein, der Glaube wird stehen gelassen, aber die Gebiete werden strikte getrennt. Hier die Wissenschaft, dort der Glaube. Die beiden sollen sich nicht beissen. Die Folge dieses Denkens ist die Demontage der Autorität der Heiligen Schrift. Die Beschreibung von der Erschaffung des Lebens durch Gott wird seiner Authentizität beraubt, der biblische Schöpfungsbericht als Mythos hingestellt und damit letztlich auch Jesus Christus. Die Bibel sagt, durch den ersten Menschen, Adam, kam der Tod, durch Christus das Leben (vgl. Römer 5,12ff.).
Sehen wir die Basler Ausstellung zu pessimistisch? Besuchen Sie das Museum in Liestal und schreiben Sie Ihre Eindrücke im Umfang von max. 3000 Zeichen (inkl. Leerschlägen) an: redaktion@factum-magazin.ch, Betreff: Ausstellung Adam/Darwin. Jede Einsendung wird mit einem Buch honoriert.
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