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Wolfgang Huber: "Position beziehen"

(15. Oktober 2007/idea) - Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, stellt sein neues Buch vor: „Position beziehen – Das Ende der Beliebigkeit“.

Den Bau von Moscheen in Deutschland befürwortet der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), zwar grundsätzlich, allerdings setzt er auch Grenzen. Es sei besser, wenn Muslime in Moscheen beten als in Hinterhof-Betstätten, sagte er bei der Vorstellung seines neuen Buchs „Position beziehen – Das Ende der Beliebigkeit“ (Johannis Verlag, Lahr) am 15. Oktober in Berlin.

Allerdings müsse man auch fragen, ob es sich beim Bau vieler grosser Moscheen um die Befriedigung religiöser Bedürfnisse handele oder ob Machtansprüche zum Ausdruck kommen sollten. Laut Huber sind gegenwärtig mehr Moscheen geplant oder im Bau, als bereits vorhanden sind.

Nach Angaben des Zentralinstituts Islam-Archiv Deutschland (Soest) sind derzeit 184 Moscheen geplant; 159 werden bereits genutzt. Hinzu kommen rund 2.600 Gebets- und Versammlungsstätten für die etwa 3,3 Millionen Muslime in Deutschland.

Huber verteidigte mit Nachdruck die Religionsfreiheit und freie Religionsausübung für Andersgläubige. Allerdings müssten hierzulande vertretene Religionsgemeinschaften auch die deutsche Verfassung akzeptieren, einschliesslich der Gleichbehandlung von Mann und Frau sowie dem Recht, die Religion zu wechseln.
In seinem neuen Buch hat der EKD-Ratsvorsitzende eine Vielzahl von Kolumnen zu aktuellen Themen zusammengestellt, die er regelmässig in der „BZ“, der auflagenstärksten Berliner Zeitung, veröffentlicht. Huber macht deutlich, dass Deutschland nach Jahren grosser Beliebigkeit und dem Abbruch vieler Traditionen an einem Punkt angelangt sei, wo es sich fragen müsse, was seine tragenden Werte seien. „Wir möchten, dass gemeinsames Leben gelingt“, stellt der Bischof im Vorwort fest. Beliebigkeit sei keine ausreichende Antwort auf die grossen Herausforderungen der Zeit. Die Menschen seien in grundlegenden Fragen auf klare Orientierung angewiesen.



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