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Was lässt Gemeinden wachsen?

(23. Oktober 2007/idea) - Was ist das Geheimnis wachsender religiöser Gemeinden? Welcher „Dünger“ lässt die Besucherzahlen spriessen? Diesen Fragen geht ein langfristig angelegtes Forschungsprojekt in den USA nach. Ein Ergebnis lautet, dass ein konfliktarmes Gemeindeleben ein entscheidender Wachstumsfaktor sei.

Die Analyse einer 2005 durchgeführten Umfrage unter 884 zufällig ausgewählten christlichen jüdischen und muslimischen Gemeinden hat das Institut für Religionsforschung am Theologischen Seminar in Hartford (Bundesstaat Connecticut) jetzt präsentiert. 93 Prozent waren christliche Gemeinden. Die Forscher verglichen die Daten mit Erhebungen aus dem Jahr 2000, um die Wachstumsraten festzustellen.

Wie der Direktor des Forschungsprojekts C. Kirk Hadaway (New York) erläutert, reicht der Wille zum Wachstum nicht aus. Er müsse in ein geplantes Vorgehen münden. Zu den entscheidenden Wachstumsfaktoren zählen eine klare Vorstellung von Identität und Auftrag der Gemeinde, ein konfliktarmes Gemeindeleben, abwechslungsreiche Gottesdienste, die Internet-Präsenz und die geographische Lage.

Am deutlichsten fördert ein harmonisches Gemeindeleben das Wachstum. Gemeinden mit schweren inneren Konflikten fällt es schwer, Mitglieder zu gewinnen. Ein systematisches Vorgehen wirkt sich positiv aus: Gemeinden, die einen Plan zur Mitgliedergewinnung aufstellen, wachsen eher als andere. Auch geht es mit einer konservativen, evangelikalen Theologie eher voran als mit einer liberalen und bibelkritischen. Moderne Gottesdienstformen ziehen mehr Besucher an als herkömmliche. Grundsätzlich gilt: je mehr unterschiedliche Gottesdienste, desto mehr Kirchgänger.

Für Attraktivität sorgen auch die Mitwirkung von Kindern im Gottesdienst und das Ansprechen junger Familien. Gut für das Wachstum ist auch die Einrichtung einer Internet-Seite. Sie signalisiert Außenstehenden, dass die Gemeinde keine Nabelschau betreibt und vom Willen zur Veränderung getrieben ist. In den USA spielt auch die geographische Lage eine Rolle. Am stärksten wachsen Vorortgemeinden. An zweiter Stelle liegen jedoch überraschenderweise Gemeinden in den Zentren der Grossstädte.



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