Schweden: Schulunterricht nur „wissenschaftlich“
(25. Oktober 2007/fa.) - Schwedens Regierung will nur noch die reine Rationalität an den Schulen. Ihre Begründung: Die Schüler vor Fundamentalismus schützen.
Wie die Agentur kath.net meldet, will die schwedische Regierung ein Konzept ausarbeiten, das Religion an Schulen zwar noch immer zulässt, aber so deklariert, dass jedem klar ist, dass es sich dabei nicht um objektive Wahrheit handle. Dies soll auch für christliche geführte Schulen gelten.
Der Schulunterricht solle nicht vom Glauben beeinflusst sein, forderte der schwedische Schulminister Jan Björklund. Er rechtfertigt die geplante Massnahme der Regierung damit, dass „Schüler vor jeder Art von Fundamentalismus geschützt werden müssen“.
Explizit erwähnte Björklund, dass über die Anfänge des Lebens künftig nur mehr „aus wissenschaftlicher Sicht“ gesprochen werde. Schöpfungsmodelle sollen Tabu sein, die „Intelligent Design“-Theorie soll aus dem Biologie-Unterricht verschwinden.
Gebete oder Gottesdienste sollen zwar immer noch erlaubt sein, allerdings dürfe kein Lehrer im Unterricht behaupten, dass dahinter irgendeine objektive Wirklichkeit stehe. Björklund: „Der Schulunterricht muss eine wissenschaftliche Grundlage haben.“
Die neuen Richtlinien müssen noch vom Parlament angenommen werden und sollen 2009 in Kraft treten. Verstösse dagegen können die Existenz kosten: Die Regierung droht mit Strafen oder sogar mit Schliessung der Schule. In Schweden gibt es 67 Grundschulen und sechs höhere Schulen mit konfessionellem Hintergrund.
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