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Warum die christliche Botschaft Empörung auslöst
(02. November 2007/idea) – Die Botschaft des Neuen Testaments, dass Jesus Christus am Ende der Zeit alle Menschen richten wird, löst bis heute Empörung aus. Dennoch muss diese Nachricht in die Öffentlichkeit und darf nicht nur in Privatzirkeln besprochen werden.
Das hat der Leiter der evangelistischen Initiative ProChrist, der frühere CVJM-Generalsekretär Ulrich Parzany (Kassel), am 1. November bei der Landesgemeinschaftskonferenz des Altpietistischen Gemeinschaftsverbands in Böblingen gefordert, an der 4.000 Menschen teilnahmen.
Entscheidend sei beim christlichen Glauben aber, dass er nicht nur das Gericht androhe, sondern auch Umkehr ermögliche. „Wer von Gott redet, ohne von Bekehrung zu sprechen, bietet dem Volk Religion als Opium an“, sagte Parzany.
Christen könnten nicht damit rechnen, dass das Angebot des Glaubens von allen angenommen werde. Die Erfahrung, dass Zuhörer spotteten oder die Entscheidung vertagten, habe schon der Apostel Paulus bei seinen Missionsreisen im 1. Jahrhundert gemacht.
Der designierte Vorsitzende des Altpietistischen Gemeinschaftsverbands, Pfarrer Steffen Kern (Tübingen), forderte die Zuhörer auf, eine Bibel-Bewegung zu bleiben. Der biblische „Grundwasserspiegel“ sinke auch unter den Frommen. „Deshalb sind wir anfällig geworden für jede Irrlehre und jeden Windstoss des Zeitgeistes“, sagte Kern.
Ausserdem hätten Christen die Pflicht, missionarisch zu arbeiten. Der Missionsbefehl „Gehet hin“, den Jesus Christus gegeben habe, sei aber auch ein Diakoniebefehl. „Wir brauchen einen diakonischen Aufbruch unter Christen“, so Kern. Insbesondere ungeborene Kinder, deren Leben von Abtreibung bedroht sei, aber auch pflegebedürftige Senioren und behinderte Menschen seien auf das Engagement von Christen angewiesen.
„Unser Land braucht Pietisten, die nicht die Stillen im Land bleiben, sondern den Mund aufmachen. Und unser Land braucht Christen, die ohne grosse Worte helfen und dienen.“ Kern wird den Verbandsvorsitz in genau einem Jahr von Rektor Otto Schaude (Reutlingen) übernehmen, der das Amt altershalber abgibt. Ab 2008 findet die Landesgemeinschaftskonferenz in der Porsche-Arena in Stuttgart statt.
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