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EuroPride 2009 in Zürich

(14. November 2007/fa.) - Im Sommer 2009 lädt Zürich zur EuroPride. Tausende homosexueller Menschen werden an diesem Grossevent erwartet. Als einzige Partei erhebt die EDU Einwände.

Die EuroPride 2009 findet in Zürich statt. In einer Medienmitteilung des Vereins EuroPride 09 heisst es: „Unser Ziel ist es, dass dieser Grossanlass, der selbstverständlich allen Menschen offen steht, von der Bevölkerung als Bereicherung wahrgenommen und geschätzt wird und ähnlich wie die EuroGames 2000 als Fest der Begegnung in Erinnerung bleiben wird.»

Die Stadtbehörden und Tourismus-Organisationen unterstützen den Anlass. Einzig die Politiker der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU) wagen Kritik. Der Zürcher EDU-Kantonsrat Hans Egli verlas eine Erklärung, in der er das Bedauern seiner Partei über die Durchführung der EuroPride in Zürich zum Ausdruck brachte und vor der «Spirale von zunehmender Glorifizierung und zunehmender Propagierung des Lifestyles Homosexualität» warnte.

Wie Egli gegenüber der Zeitung „20 Minuten“ sagte, befürchte er eine zunehmende Sexualisierung der Gesellschaft an sich. Die EDU wolle daher nicht, dass sich Zürich als lesbisch-schwule Reisedestination zum Grossmarkt von Sexdienstleistungen entwickelt. «Wenn die Bibel recht hat – und die EDU geht davon aus – so ist die lautstarke lesbisch-schwule Szene ein Symptom dafür, dass wir uns als Gesellschaft von Gott losgesagt haben.» Die homosexuelle Lebensart und Partnerschaft trage nichts zum Erhalt des Lebens bei. Daher stellt die EDU die Frage, ob die Politik nicht «viel mehr zukunftserhaltende, nachhaltige Formen des Zusammenlebens» propagieren soll.

Der Pressesprecher der EuroPride, Andres C. Nitsch, reagierte postwendend: „Es gibt offenbar immer noch Leute, die ihr Weltbild dringend überdenken sollten, weil es nicht mehr der Realität entspricht.» Die EuroPride in Zusammenhang mit Sextourismus zu bringen, bezeichnete Nitsch als „Frechheit“.

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