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Ewigkeit im Herzen
(14. November 2007/wsc.) - Der angriffige Atheismus ist eine Antwort auf die neue religiöse Sehnsucht.
Religion ist wieder diskutabel. Der Chefredakteur des «Cicero», Wolfram Weimer, plädierte gar für eine Renaissance des Religiösen im politischen Diskurs. Die «ethische und intellektuelle Implosion des Abendlandes» scheine zu einer Art Vakuum geführt zu haben, «in das die neue Religiosität nun einströmt wie in eine Unterdruckkammer». Eine Welt ohne Gott macht den Menschen nicht glücklich. Obwohl der Darwinismus die Welt ohne Gott erklärt, obwohl der Mensch «wissenschaftlich erwiesen» rein zufällig entstanden sein soll, suchen wir etwas, das über uns hinausgeht. Die neue Religiosität ist so stark, dass intellektuelle Atheisten zum Gegenangriff blasen.
Warum gibt es kein Volk in dieser Welt, das nicht irgendeine Form von Religion kennt? Wie der Zusammenbruch des kommunistischen Blocks zeigt, macht der Atheismus den Menschen nicht glücklich und lässt sich auch nicht wirklich durchhalten. In vielen Ländern des ehemaligen Ostblocks gibt es eine Rückkehr zum Glauben bis hin zu regelrechten Erweckungen. Und auch in unserem wirtschaftlich besser gestellten freiheitlichen und marktwirtschaftlichen System ist der Mensch auf der Suche und religiös.
Ist es so, wie manche Intellektuelle meinen, dass der Mensch eine Art «Krücke» braucht, einen Trost, der ihm hilft, seine Endlichkeit und die Sinnlosigkeit des Lebens zu ertragen? Ja, ein Leben ohne Gott ist ein Leben ohne Sinn. Zwar plädieren auch die neuen Atheisten für Werte, aber im Grunde läuft es doch auf das hinaus, was bereits Paulus im 15. Kapitel des 1. Korintherbriefes feststellte: «Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.»
Lesen Sie den ganzen Artikel in factum 8/2007.
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