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Nobelpreisträger: "Leben ist ein Wunder“
(23. November 2007/fa.) - Das Magazin "Cicero" hat unter anderem den Naturwissenschaftler Gerhard Ertl zur Frage nach seinem Glauben interviewt. Ihm wird im Dezember der Nobelpreis für Chemie verliehen.
Können aufgeklärte Wissenschaftler überhaupt an Gott glauben? Die Frage von "Cicero"-Autor Till Weishaupt beantwortete Gerhard Ertl mit einem eindeutigen Ja. Was ihn als Chemiker immer wieder erstaune, sei "diese minimalste Wahrscheinlichkeit, mit der es zu der Schaffung von Leben kommen konnte". Für den Wissenschaftler ist das Leben ein gewaltiges Wunder. Die Wissenschaft nähere sich zwar einer Erklärung dieses Wunders an, "aber eine Frage bleibt doch immer bestehen: Warum das alles? Hier glaube ich an Gott."
Auf eine einsame Insel würde Ertl in jedem Fall eine Bibel mitnehmen, sagte er "Cicero". Die Erzählungen finde er nicht nur erbaulich, sondern auch höchst spannend, wie zum Beispiel die in der Apostelgeschichte. "Da geht es wild zu!" Als Chemiker interessiere ihn besonders die Schöpfungsgeschichte, sagt Ertl. Die Erzählung von der Erschaffung der Welt versteht er als Gleichnis, dem er auf die Spur kommen möchte. "Ich habe es allerdings noch nicht lösen können", so der Forscher, der sich als Christ bezeichnet. Auf die Frage, was ihm heilig sei, antwortet Ertl: "Die Würde des Menschen." An zweiter Stelle nennt der Chemiker Harmonie.
Beim Fragen nach Paradies und Hölle distanziert sich Ertl aber von der biblisch-christlichen Vorstellung vom Leben nach dem Tod. Er meint, einmal in seinen Nachkommen weiterzuleben. Sein individuelles Ich werde nach dem Tod aufgelöst sein, aber er werde trotzdem Teil des Ganzen bleiben.
Um auch Antworten auf die letzten Fragen zu erhalten, genügt die allgemeine Offenbarung Gottes in der Schöpfung nicht. Diese kommuniziert Gott durch Jesus Christus und die Bibel.
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