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Roboter mit Rattenhirn

(15. August 2008/rh.) – Englische Forscher bauten einen Roboter, der mit Hilfe eines Rattengehirns gesteuert wird. Theoretisch wäre es sogar möglich, auch menschliche Nervenzellen in Roboter einzubauen. Aus ethischen Gründen haben die Wissenschaftler bisher darauf verzichtet.

Der Roboter heisst "Gordon". Bereits hat er gelernt, Hindernissen kontrolliert auszuweichen. „Gordon“ wird durch lebende Nervenzellen von Ratten gesteuert. Sein Gehirn besteht aus 50.000 bis 100.000 Neuronen, die auf ein acht mal acht Zentimeter grosses Feld mit 60 Elektroden übertragen wurden. Sie sind die Schnittstelle zwischen lebendem Gewebe und Maschine. Elektrische Impulse aus dem Gehirn treiben dabei die Räder des Roboters an. Die Nervenzellen bekommen im Gegenzug elektrische Rückmeldungen von Sensoren, etwa wenn der Roboter an eine Wand stösst. Eine andere Steuerung als die Rattenneuronen hat das Gerät nicht, das berichtet „Welt online“.

Nach der Übertragung müssen die Neuronen der Ratte sich zuerst wieder organisieren, um ein funktionierendes Netzwerk zu bilden. Forscher Kevin Warwick erklärt: „Innerhalb von 24 Stunden strecken sie ihre Fühler aus und versuchen, Verbindungen untereinander herzustellen. Innerhalb einer Woche erhalten wir einige spontane Signale und eine gehirnähnliche Aktivität."

Noch werden keine menschlichen Nervenzellen in Robotersteuerungen eingesetzt. „Vor allem aus ethischen Gründen“, heisst es.

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