Somalia: Für Piraten und Clans beten
(29. August 2008/dg.) - Durch die zunehmende Piraterie gerät Somalia regelmässig in die Schlagzeilen. Das Volk leidet, weil sich Warlords und Terrorgruppen im Kampf um die Macht zerfleischen. Die Christen werden zwischen den Fronten zerrieben. Christliche Werke starten eine Gebetsoffensive.
Gute Nachrichten aus Somalia sind selten. Islamische Gruppen kämpfen um die Herrschaft im Küstenstaat. Der Arm der Al-Kaida reicht bis in die Regierung in der Hauptstadt Mogadischu und ihre Rivalen verfügen über ähnliches Gedankengut. Nicht zur Besserung bei tragen Geiselnahmen und Piraterie, die immer tiefer in den indischen Ozean hineinreicht.
Am stärksten unter den somalischen Kriegstreibern leidet das eigene Volk. Deshalb organisiert Open Doors eine Gebetskampagne, gemeinsam mit dem Missionswerk Frontiers, der Schweizer Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Mission (AEM) sowie deren deutschen Pendant AEM. Das Gebetsjahr kann individuell begonnen werden, Themen und Anleitung sind zu finden in einem 70seitigen Gebetsheft, das die Aktion begleitet und das in mehr als 20 Ländern erhältlich ist.
Kriege, Hunger und Dürre haben Somalia Land in eine humanitäre Katastrophe getrieben. Die Armee der instabilen Regierung, äthiopische Truppen und islamische Milizen bekämpfen sich. Tausende sind auf der Flucht, viele leben obdachlos auf der Strasse.
Inmitten von Gewalt und Elend versuchen kleine christliche Gruppen zu überleben. 99 Prozent der Somalis sind Moslems, die wenigen Christen leben ihren Glauben meist heimlich. Wer vom Islam zu einer anderen Religion übertritt, wird von der Familie verstossen und oft auch mit dem Tod bedroht.
Das Gebetsheft bietet Einblicke in die somalische Gesellschaft, Kultur, Religion wie auch in das riskante Glaubensleben einheimischer Christen. Es kann kostenlos heruntergeladen werden oder bei Open Doors Schweiz bestellt werden.
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