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Saudi Arabien: Mädchen nach Bekehrung ermordet

(05. September 2008/fa.) - Ein junges Mädchen in Saudi Arabien wurde von seinem Vater verbrannt, weil es vom Islam zum Christentum übergetreten ist.

Das berichtet die Organisation Open Doors Schweiz, die sich um Informationen über die Situation von Christen in Ländern bemüht, in denen diese diskrimiert oder verfolgt werden. Das Mädchen hatte in verschiedenen Internetforen von seinem Glaubenswechsel berichtet.

Wenige Tage vor ihrem gewaltsamen Tod äusserte sie online die Befürchtung dass ihre Familie über ihren Glaubenswechsel Verdacht geschöpft habe. Sie fürchte nun um ihr Leben.

Nach traditionellem Verständnis gilt es für eine Familie in Saudi Arabien als Schande wenn sich ein Kind vom Islam abwendet. Die Ermordung geschieht um die Familienehre wieder herzustellen. Wie häufig so etwas geschieht lässt sich schwer sagen. Es ist aber von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen.

In Saudi Arabien ist der Islam Staatsreligion. Es gibt keine Religionsfreiheit. Besonders gefährlich ist die Situation für Muslime die Christen werden. Über das Internet und Satellitenfernsehen erfahren die Menschen vom Evangelium. Auch das ermordete Mädchen fand auf diesem Weg zu einer Bekehrung zu Jesus Christus, berichtet Open Doors.

Die meisten Christen im Land sind Gastarbeiter. Ehemalige Muslime leben ihren christlichen Glauben meist im Geheimen. Selbst Gastarbeitern und Diplomaten ist es verboten einen Gottesdienst zu besuchen oder eine Taufe durchzuführen.

Wird jemand der Missionierung beschuldigt, wird bei der Strafe die Nationalität gewichtet. Westler, zum Beispiel Deutsche, Franzosen oder US-Amerikaner, werden des Landes verwiesen. Missionare etwa aus Südostasien oder Afrika werden inhaftiert, manche landen in den Folterkellern oder werden hingerichtet.

Auf dem Open Doors-Weltverfolgungsindex, einer Rangliste von Ländern in denen Christen am stärksten verfolgt werden, steht Saudi Arabien nach Nordkorea an zweiter Position.



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