New Yorker protestieren gegen Ahmadinedschad
(24. September 2008/fa.) – Mehrere Tausend Menschen haben in New York vor dem Sitz der Vereinten Nationen gegen die Teilnahme des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad an der UN-Vollversammlung protestiert.
Zu der Kundgebung hatten mehrere jüdische Organisationen aufgerufen. Auch Dalia Itzik, die Vorsitzende der Knesset, des israelischen Parlaments, und Friedensnobelpreisträger Eli Wiesel nahmen an der Veranstaltung teil, berichtete die israelische Tageszeitung Yedioth Ahronot.
Eli Wiesel rief dem iranischen Führer in seiner Rede „Go home and stay home“ zu und sagte, dessen Platz sei nicht bei den Vereinten Nationen, sondern vor dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal, wo er wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden sollte.
Eli Wiesel und andere Sprecher verurteilten Ahmadinedschad wegen seiner wiederholten Aufrufe zur Vernichtung Israels und des Predigens von Hass. Dalia Itzik sagte, dass sie es nie für möglich gehalten hätte, dass wieder einmal existentielle Drohungen gegen das jüdische Volk ausgestossen würden. Aber jetzt, so die Knesset-Vorsitzende, „ist der Alptraum zurück“.
Vor dem Hintergrund der bitteren historischen Erfahrungen müsse man Ahmadinedschad ernst nehmen: „Die freie Welt mus handeln, um ihn zu stoppen.“ Auch bei einem Auftritt an der Elite-Universität Columbia schlug ihm eine Welle der Ablehnung entgegen.
Bei seiner Ansprache vor der UNO demonstrierte er im Konflikt um ein iranisches Atomwaffenprogramm Härte. Er werde „illegale Forderungen“ zur Einstellung des Atomprogramms nicht akzeptieren.
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