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Umstrittener Mohammed-Roman erscheint jetzt doch

(08. Oktober 2008/fa.) – Jetzt hat sich doch ein Verlag gefunden, der das Risiko eingeht, den Roman „Aisha - Das Juwel von Medina“ zu veröffentlichen. Der Roman thematisiert die Beziehung von Mohammed zu seiner neunjährigen Frau Aisha.

Der zum Bertelsmann Konzern gehörende Verlag Random House hatte die Veröffentlichung des Romans der amerikanischen Autorin Sherry Jones aus Angst vor islamischer Gewalt gestoppt und war dafür heftig kritisiert worden.

Der dänische Zeichner Kurt Westergaard, der selbst ins Fadenkreuz von islamischen Fanatikern geraten ist und mit dem Tod bedroht wurde, kritisierte den Rückzug des Verlages und sprach von der Preisgabe selbstverständlicher Freiheitsrechte. Salman Rushdie, der seit der Veröffentlichung seines Romans „Die Satanischen Verse“ mit einer islamischen Fathwa leben muss, in der sein Tod gefordert wird, hatte den Rückzug des Verlages ebenfalls kritisiert.

Der umstrittene Roman erscheint jetzt im New Yorker Verlag Beaufort Books. Die Veröffentlichung war nicht angekündigt worden. Man habe die Gewaltgefahr verringern wollen, sagte der Verleger Eric Kampmann.

Die Erscheinung war eigentlich erst für den 15. Oktober vorgesehen. Sie wurde vorgezogen, nachdem in London auf das Haus des Verlegers Martin Rynja ein Brandanschlag verübt worden war und drei mutmassliche Terroristen festgenommen wurden.

Die US-Autorin Jones will mit ihrem Roman keine Kritik an der Beziehung des Propheten Mohammed zu einer neunjährigen üben. Vielmehr liege ihr daran, mit dem Roman ein „positives Bild“ des Islam zu zeigen.

In Deutschland hat der Münchner Pendo Verlag angekündigt, den Roman der US-Autorin zu veröffentlichen.



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