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Schwarmbeben in der Region Vogtland

(09. Oktober 2008/fa.) – Seit dem 6. Oktober 2008 beobachtet die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine zunehmende Erdbebenaktivität in der Region Vogtland/NW-Böhmen, die auf den Beginn eines Erdbebenschwarms hindeutet.

 Wie die Pressestelle des Geozentrums Hannover mitteilte, besitzen die stärksten Ereignisse bisher eine Magnitude knapp unter 2. Sie liegen damit noch unterhalb der Spürbarkeitsgrenze. Das Zentrum der Aktivität befindet sich in unmittelbarer Nähe der deutsch-tschechischen Grenze auf tschechischem Gebiet nahe Cheb.

Die Herdtiefen bewegen sich zwischen neun und elf Kilometern. Typisch für die Schwarmbeben ist die große Anzahl von Beben gleicher Magnitude, die innerhalb kurzer Zeit und nahezu an demselben Ort stattfinden.

Zwischen 6. und 8. Oktober 2008 konnten von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe mehrere Dutzend Beben beobachtet werden. Der letzte große Schwarm in der Region ereignete sich zwischen August und November 2000 mit ca. 5000 Schwarmbeben und einer Maximalmagnitude von 3,7.

Die Region Vogtland/Nordwest-Böhmen ist bekannt für das Auftreten von Erdbebenschwärmen. Als Ursache für dieses Phänomen, wie auch für die bekannten Mineralquellen in Marienbad und Karlsbad, wird der Aufstieg von Fluiden in der Erdkruste angenommen.



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