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Die Dringlichkeit des Predigens

(10. Oktober 2008/am.) – Ein führender US-Theologe prangert die Verschiebung der Prioritäten an. Vermehrt würden therapeutische Ratschläge statt Gottes Wort verkündigt. Ein Kommentar.

«Wie aber sollen sie hören ohne einen Prediger?»
Römer 10,14 

Kommen schwere Zeiten für die Predigt? In Amerika ist eine offene Debatte über den Charakter und die Wichtigkeit des Predigens in Kirche und Gemeinde im Gang. Dabei geht es um nichts weniger als die Integrität der christlichen Anbetung und Verkündigung. Wie konnte das geschehen? In der neutestamentlichen Gemeinde steht die Predigt im Zentrum. Man sollte deshalb meinen, dass dem Predigen der biblischen Botschaft unbestritten die Priorität gehört. So wie es John A. Broadus – einer der Gründer des Theologischen Seminars der Southern Baptists – beschrieb: «Das Predigen ist charakteristisch für die Christenheit. Keine andere Religion hat es sich zur Regel gemacht, sich so häufig in Gruppen zu versammeln, um religiöser Zurüstung und Ermahnung zuzuhören, wie das im christlichen Gottesdienst geschieht.»

Doch zahlreiche einflussreiche Stimmen innerhalb der Evangelikalen munkeln, das Zeitalter der Auslegungspredigt sei vorbei. An ihrer Stelle halten etliche zeitgenössische Prediger nun Botschaften, die mit dem Ziel geschrieben wurden, säkulare oder oberflächliche Kirchgänger zu erreichen. In ihren Botschaften vermeiden sie biblische Texte bewusst. Damit weichen sie der möglichen, offenbar peinlichen Konfrontation mit der biblischen Wahrheit aus. mehr...

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