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Massenflucht von Christen nach Pogromen in Indien

(24. Oktober 2008/tl.) – Im indischen Bundesstaat Orissa gerät die Situation offenbar ausser Kontrolle. Nachdem ein fanatischer Hindu-Mob in den vergangenen Wochen bereits Dutzende Kirchen und hunderte Häuser von Christen zerstört hatte, kam es jetzt zu weiteren blutigen Angriffen auf Christen.

In den vergangenen vier Tagen seien hunderte Kirchen gesprengt oder angezündet worden, berichtet eine christliche Organisation aus Orissa. Christliche Waisenhäuser wurden angegriffen. Es wurden offenbar sehr viele Christen getötet. Nach unbestätigten Meldungen sollen "Dutzende christlicher Stämme" ermordet worden sein.
 
Die Polizei versuchte in Kalahandi und an anderen Orten christliche Einrichtungen zu schützen, was ihr aber offensichtlich nicht immer gelingt. Es seien wieder mehr als 5000 Häuser zerstört worden.

In den zurückliegenden Monaten waren bereits zehntausende Christen geflohen. Bereits Anfang September waren 50000 Christen auf der Flucht, wie der Erzbischof von Bhubaneshwar, Raphael Cheenath, berichtet hatte. Jetzt kommt es zu einer neuen Flüchtlingswelle, die Menschen fliehen in die Urwälder und versuchen in entferntere Regionen zu gelangen.

Die Christen in Indien bitten ihre Glaubensfreunde in der Welt, sie mit Gebeten zu unterstützen. In einer E-Mail stellt ein indischer Christ bitter fest, dass die Pogrome und Massaker in seiner Heimat offenbar "vollkommen unterhalb des Radars der westlichen Medien" stattfinden.



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