Giordano fordert Widerstand gegen Moscheebau
(27. Oktober 2008/fa.) – Mit der Merkez-Moschee wurde gestern in Duisburg einer der grössten Moscheen Deutschlands eröffnet. Der Schriftsteller Ralph Giordano wertet den repräsentativen Bau als Anspruch einer Minderheit auf Macht und Einfluss, der für Unfrieden sorgt.
Für solche Gross-Moscheen fordert der Schriftsteller, Regisseur und Journalist einen Baustopp. Er bezeichnet den Bau der grossen Moschee als Ausdruck des Anspruches auf „Macht und Einfluss“. Der Bau sei „ein Zeichen tief integrationsfeindlicher Identitätsbewahrung“.
Zwischen der viel beschworenen Hinterhofmoschee und einer so zentralen Großmoschee hätte es viele Abstufungen ohne den Abschreckungseffekt des Duisburger Modells gegeben, so der Schriftsteller. Nach dem Willen der türkischen Religionsbehörde in Ankara, Dyanet, sei das aber nur die Ouvertüre. Es sollen weitere 200 muslimische Sakralbauten in der Bundesrepublik mit ähnlichen Dimensionen folgen.
Ralph Giordano warnt in seinem Offenen Brief vor einer schleichenden Islamisierung und rief zum „öffentlichen Widerstand“ gegen den Moscheebau auf. Viele der bereits bestehenden über 2000 muslimischen Gebetshäuser seien sogenannte Fathi-Moscheen, die nach osmanischen Eroberern und Unterdrückern wie Mehmet oder Suleiman benannt seien.
Solange der Islam den Beweis schuldig bleibe, dass er mit Demokratie, Meinungsvielfalt, Pluralismus und Gleichstellung der Frau vereinbar ist, so lange spiegelten Megamoscheen in Deutschland nicht die Wirklichkeit der Migrations- und Integrationsproblematik wider, erklärt der Schriftsteller. „Meine Einmischung in diesen Konflikt richtet sich nicht, wie mir immer wieder unterschoben wird, gegen die Muslime in Deutschland“, so Ralph Giordano, „meine Einmischung richtet sich vielmehr gegen alle, die ein anderes als das demokratische Deutschland im Sinne haben“.
Eindringlich warnte Giordano davor, vor „den offenbar jederzeit abrufbaren Zorn- und Empörungskollektiven zwischen Istanbul und Jakarta“ in die Knie zu gehen. Es sei an der Zeit, dass sich die Öffentlichkeit an der Seite kritischer Muslime daranmache, „die Hypothek deutscher Umarmer, Gutmenschen vom Dienst, Multikulti-Illusionisten, Sozialromantikern und Beschwichtungsprofis zu überwinden“.
Ein Stopp von Grossmoscheebauten wäre der Integration von Muslimen in Deutschland förderlich, glaubt Ralph Giordano: „ Es wäre ein erster Schritt auf dem Weg zu einem gedeihlichen Verhältnis zwischen Mehrheitsgesellschaft und türkisch dominierter muslimischer Minderheit.“
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