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Regenwald-Pilz produziert Dieselbestandteile

(05. November 2008/fa.) – Zu schön, zum wahr zu sein: Ein Pilz aus der Wildnis Patagoniens produziert Dieseltreibstoff. Der Pflanzenforscher Gary Strobel von der Montana State University hat entdeckt, dass „Gliocladium roseum“, der auf Bäumen im Regenwald lebt, die Hauptbestandteile von Diesel produzieren kann.

Allerdings tut er dies nur unter Laborbedingungen in einem sauerstoffarmen Milieu. Eine kommerzielle Nutzung ist nicht in Sicht. Dennoch hat die Endeckung die Wissenschaftler elektrisiert.

Denn es könnte sein dass es gelingt, die verantwortlichen Gene und Enzyme des Pilzes zu identifizieren und diese in Mikroorganismen, etwa Hefen oder Bakterien einzuschleussen. Hier könnten sie dann, so die Hoffnung, wertvolle Stoffe produzieren.

Bei den Laborversuchen, über die das Wissenschaftsmagazin „Microbiology“ berichtete, genügten dem Pilz pflanzliche Rohstoffe und Zellulose um eine Reihe interessanter Stoffe zu produzieren, darunter eine Reihe verschiedenster Kohlenwasserstoffe: Alkane, Esterverbindungen, Alkohole und Fettsäuren. Diese Stoffe finden sich auch in Diesel. Die Forscher bezeichneten das von dem Pilz erzeugte Gemisch als „Mykodiesel“.

Die Entdeckung der Fähigkeiten des Pilzes sind auch für Erklärung der Entstehung von Erdöl von Interesse. Erdöl entsteht, der gängigen Theorie zufolge, hauptsächlich durch Hitze und unter grossem Druck über einen Zeitraum von Millionen von Jahren. Möglicherweise spielen auch Pilze bei der Entstehung von Erdöl eine Rolle, berichtet "Spiegel online".



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