Kampagne „Stop the Bomb“ für Embargo gegen Iran
(07. November 2008/fa.) – Die Bundesregierung unternimmt wenig, um diplomatischen Druck auf den Iran auszuüben, um das Land von den Plänen zum Bau einer Atombombe abzuhalten. Jetzt haben Politiker, Schriftsteller und Vertreter der jüdischen Gemeinde in Deutschland eine Kampagne gestartet, um den Griff der Ayatollas nach der Atombombe zu verhindern.
Die Unterstützer der Kampagne "Stop the Bomb" möchten erreichen, dass gegen den Iran ein Embargo verhängt wird. Zu den 120 Erstunterzeichnern gehören der CDU-Politiker Johannes Gerster, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau (Linke), die Rechtsanwältin und Publizistin Seyran Ates, der SPD-Bundestagsabgeordnete Gerd Weisskirchen, die Schauspielerin Iris Berben und der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann.
„Es geht nicht nur darum, den Iran davon abzubringen, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen“, sagte Stephan Kramer, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland. Es gehe auch um ein europaweites Verbot der islamistischen Terrororganisation Hisbollah. Es könne nicht sein, so Kramer, dass die Volksmudschahedin, die grösste iranische Oppositionsbewegung auf der Terrorliste der EU stünden, die Hisbollah hingegen nicht.
Zentraler Adressat der Kampagne „Stop the Bomb“ ist die Bundesregierung. Sie wird aufgefordert, gegen deutsch-iranische Handelsbeziehungen tätig zu werden. Ein Embargo gegen den Iran hält die Initiative auch deshalb für sinnvoll, weil es noch einen Technologievorsprung Deutschlands gegenüber Ländern wie Russland und China gebe, die dann als Exporteure in die Lücke springen könnten. Die Bewegung gegen eine atomare Bewaffung Irans wirbt auch mit einer Internetseite für ihr Anliegen.
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