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Uran-Spuren an syrischer Anlage entdeckt

(12. November 2008/fa.) –Inspektoren der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) haben in Syrien auf dem Gelände eines im Vorjahr von der israelischen Luftwaffe zerstörten Gebäudes Spuren von Uran entdeckt. Das berichteten westliche UNO-Diplomaten in Wien.

Die Uranspuren sind bereits bei der ersten UN-Inspektion des Geländes im Juni dieses Jahres nachgewiesen worden, wurden aber erst jetzt bekannt.
Syrien wird sich voraussichtlich vor der IAEO wegen vermuteter illegaler Atomaktivitäten verantworten müssen.

Die Anfang September 2007 durch einen israelischen Militäreinsatz zerstörte Anlage sollte offensichtlich der Produktion von Plutonium dienen und stand kurz vor der Fertigstellung.

Bei dem Uran, das die UN-Inspektoren fanden, handelt es sich um so genanntes „veredeltes Uran“. Das veredelte Uran kann nicht in dem syrischen Kleinreaktor produziert worden sein, in dem nur ein rudimentäres Nuklearprogramm für die medizinische und landwirtschaftliche Forschung durchgeführt wird. Auch das ist ein Hinweis darauf, dass die Anlage militärischen Zwecken diente und dort Plutonium zum Bau von Atombomben produziert werden sollte.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) möchte jetzt klären, wie Syrien in den Besitz von veredeltem Uran gelangen konnte. Es wird vermutet, dass das Material von der Diktatur in Nordkorea geliefert wurde.



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