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Indien: Christen im Visier radikaler Hindus

(09. Dezember 2008/fa.) – Indien kommt nicht zur Ruhe. Fanatische Hindus haben in den vergangenen Monaten bereits mehr als 200 Christen getötet und 4000 Häuser geplündert. 50000 Menschen sind auf der Flucht. Die Times berichtet, dass Hindus ein Kopfgeld auf Pastoren ausgesetzt haben.

Im Zentrum der Christenverfolgung steht der Bundesstaat Orissa. Für den 25. Dezember haben Hindus weitere Demonstrationen angekündigt. Sie stellen weitere Gewaltakte in Aussicht, sollte die Regierung tatsächlich wie angekündigt einen Fonds zum Wiederaufbau der zerstörten Kirchen einrichten. Für die Ermordung eines Pastors haben die Extremisten einen Betrag von umgerechnet 300 Euro in Aussicht gestellt.

Angriffe auf Christen wurden auch aus dem Bundesstaat Uttarakhand gemeldet. Nach Informationen der indischen Evangelischen Allianz (EFI) stürmten am 12. November etwa 30 radikale Hindus in den Gemeindesaal der Bethesta-Gemeinde. Sie verwüsteten den Raum und stahlen Unterlagen und Spendenbüchsen.

Im benachbarten Rajpur verletzten radikale Hindus Pastor Asher Wasker von der God’ s Church schwer. Vergleichbare Vorfälle werden auch aus anderen Städten berichtet.

Immer wieder kommen Christen mit Behörden und der Polizei in Konflikt, weil sie angeblich Hindus zwangsbekehrt haben. So wurde in der Stadt Dhamnod im Bundesstaat Madhya Pradesh Pastor Gnaesh Bharuds verhaftet. Es wurden Bibeln, Gesangbücher und christliche Schriften beschlagnahmt.



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