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Verkannter Meister?
(04. Oktober 2007/esc.) - Ist die Religionsphilosophie des mittelalterlichen Theologen und Philosophen Meister Eckhart biblisch-christlich oder durch und durch esoterisch-mystisch?
Meister Eckharts (1260–1328) Schriften zählen heute zu den meist gelesenen der christlichen Denker des Mittelalters. Als Philosoph, Theologe und Seelsorger fasziniert er den spirituell interessierten modernen Menschen. Ob seine Philosophie oder seine Spiritualität, die Wirkung ist ihm gewiss. Warum hat dieser mittelalterliche Denker dem heutigen modernen Menschen noch etwas zu sagen?
Seine Popularität zeigt sich darin, dass er einen spirituellen Weg aufzeigt, der scheinbar religionsübergreifend gedacht werden kann. Daher werden Buchtitel wie «Geh den Weg der Mystiker» oder «Gottesgeburt» besonders im esoterischen Buchhandel verlegt.
Seine Deutschen Predigten sind für sein mystisches Denken bekannt. Der Gedanke der Gottesgeburt in der Seele des Menschen, die Benennung des christlichen Menschen als Sohn Gottes, sowie seine Nähe zur «negativen Theologie» bringen Eckhart in den Bereich der mystischen Theologie. Doch wer Meister Eckhart unreflektiert in die Esoterik-Schublade schiebt, handelt vorschnell.
Lesen die den ganzen Diskussionsbeitrag in factum 7/2007.
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