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Viele Tote durch Passivrauchen

apd. Jedes Jahr sterben 50 000 Menschen in den USA an den Folgen des Passivrauchens. Einem Bericht des US-Bundesamtes für Gesundheit zufolge haben Passivraucher ein bis zu 30 Prozent höheres Risiko von Herzerkrankungen und Lungenkrebs. Passivrauchen erhöhe bei Kindern das Risiko von plötzlichem Kindstod, Atemwegsinfektionen, Ohrproblemen und Asthma, hiess es. Bei Kindern, deren Eltern rauchen, wüchsen auch die Lungen langsamer.

Die Hälfte aller Nichtraucher in den USA ist der Untersuchung zufolge regelmässig Tabakrauch ausgesetzt. Dieser Rauch enthalte mehr als 50 Stoffe, die Krebs verursachen könnten. Selbst Menschen, die nur kurze Zeit Tabakrauch inhalierten, müssten mit nachteiligen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und mit einem höheren Krebsrisiko rechnen.

Nach Schätzung der amerikanischen Gesundheitsbehörden sterben in den Vereinigten Staaten jedes Jahr durch Passivrauchen rund 3400 Nichtraucher an Lungenkrebs und 46 000 an
verschiedenen anderen Krankheiten. Darüber hinaus stehe Tabakrauch mit 430 Fällen von plötzlichem Kindstod in Verbindung.

Nach neuesten Schätzungen sollen in Deutschland jährlich mehr als 3300 Personen an den Folgen des Passivrauchens sterben, hauptsächlich infolge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Für die Schweiz ergibt eine vorsichtige, auf den deutschen Ergebnissen basierende Schätzung, dass jedes Jahr mehrere hundert Personen infolge des Passivrauchens sterben. Zum Vergleich:
Für das Jahr 2004 weist die Betäubungsmittelstatistik des Bundesamtes für Polizei 182 Drogentote in der Schweiz aus.

In der Schweiz ist ein Viertel der Nichtraucherinnen und Nichtraucher täglich während mindestens einer Stunde dem Passivrauchen ausgesetzt. 86 Prozent der Nichtraucherinnen und Nichtraucher zwischen 14 und 65 Jahren rauchen passiv in öffentlichen Räumlichkeiten, und eine Mehrheit fühlt sich dadurch erheblich belästigt.

factum 5/2006

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