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Drohender Überwachungsstaat
Ein Report warnt: Die Briten könnten schon in zehn Jahren unter Zwang gechippt werden.
(ml.) Am 30. Oktober 2006 setzte die Londoner Zeitung «This is London» folgende Schlagzeile: «Die Briten könnten in ca. zehn Jahren wie Hunde ‹gechippt› werden»). Experten hätten vorausgesagt, dass Menschen bald einen Identifikationschip unter ihre Haut implantiert bekommen könnten. Möglicherweise würden Menschen sogar dazu gezwungen werden, sich mit einem Mikrochip versehen zu lassen. Der Mikrochip, der unter die Haut implantiert wird, ermöglicht es, alle Bewegungen einer Person mitzuverfolgen und aufzuzeichnen. Die Vorstellung einer «gechippten» Bevölkerung wurde auch in einem offiziellen Bericht des britischen Informationsministers Richard Thomas beschrieben. In diesem Report wird gesagt, dass Grossbritannien an der Weltspitze liege im Gebrauch von Überwachungstechnologien; die britischen Bürger seiendie am meist überwachten in der freien Welt. Der Report zeichnet ein insgesamt düsteres Bild des Vereinigten Königreichs in zehn Jahren, sofern keine Schritte unternommen werden gegen den Einsatz von Überwachungskameras und Spionagetechnologie.
Die Verfasser des Berichtes, David Murakami Wood, Chefredakteur der Zeitschrift «Surveillance and Society» und Kirstie Ball behaupten, dass im Jahre 2016 praktisch jegliche Bewegung, jeder Einkauf und jede Form der (elektronischen) Kommunikation festgehalten werden könne.
Auf der Webseite von «This is London» taten verschiedenste Leser ihre Meinung kund. So schrieb Blain Kelner (Boston), er habe aus Glaubensgründen Bedenken gegen die zunehmende Überwachung: «Ich weigere mich, implantiert zu werden, wegen meines Glaubens. Sie könnten dich ja genauso gut mit ‹666› markieren (...) Wer will jederzeit wissen, wo ich bin und was ich tue? (...) Ich arbeite, bezahle meine Steuern, gehorche den Gesetzen. Also bitte: Lasst mich jetzt in Ruhe!» Und ein Mann namens Joe schrieb: «Man wird mich töten muss, bevor ich einen ID-Chip akzeptiere.» Quelle: factum 6/2007
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