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C.F. Spittler: Visionär, Gründer und Hirte

Christian Friedrich Spittler, der «Handlanger Gottes», gründete die Pilgermission St. Chrischona.

Birgit-Cathrin Duval

«Wir müssen das Geschäft als Magd und uns als Handlanger am Bau des Reiches Gottes betrachten.» Wohl kaum ein anderer Ausspruch beschreibt das Leben Spittlers so gut wie dieser, der zu einem seiner Leitgedanken wurde.

Als Spittler 1867 im hohen Alter von 84 Jahren starb, waren auf seine Initiative hin in Basel und Umgebung bedeutende christliche Werke, darunter auch die Basler Mission (heute Mission 21) und die Pilgermission St. Chrischona, entstanden. Spittler war kein ausgebildeter Theologe und kein akademischer Gelehrter. Er war ganz einfach ein leidenschaftlicher Christ. Einer, der sich ganz in den Dienst Gottes stellte und unbeirrbar seinen Weg ging.

Spittler – und das war wohl eines seiner Geheimnisse – gelang ein nicht einfacher Spagat: mit Akademikern mithalten und sich für sozial Benachteiligte einsetzen.

Spittlers Wesen war geprägt von bodenständiger Frömmigkeit und visionären Ideen, die seiner Zeit weit voraus waren. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, alle Gaben, Kräfte und Güter in den Dienst Gottes zu stellen, um den Menschen das Evangelium zu verkündigen. Dabei hätte sein Wirken 1811 fast ein jähes Ende genommen.

Napoleons Feldzug gegen Russland stand bevor und Spittler wurde zur Musterung einberufen. Seinem gelähmten Mittelfinger hatte er es zu verdanken, dass er als dienstuntauglich eingestuft wurde. Doch wer war dieser Christian Friedrich Spittler? Was bewog den ausgebildeten Amtsmann dazu, mit solch umtriebiger Kraft neue, unkonventionelle, aber oft beschwerliche Wege zu gehen?

Christian Friedrich Spittler wird am 12. April 1782 in Wimsheim bei Pforzheim/Deutschland geboren. Der Vater, Jeremias Friedrich Spittler, ist hier Dorfpfarrer. Bereits die Vorfahren waren fest im christlichen Glauben verankert. Wegen ihrer evangelischen Glaubenszugehörigkeit und damit verbundener Verfolgung wanderten sie einst aus Österreich aus.

Christian Friedrich verbringt eine sorgenlose Kindheit im idyllischen Pfarrhaus seiner Eltern. Doch als Elfjähriger erlebt der Junge einen ersten tiefen Einschnitt in sein unbeschwertes Leben: Ganz plötzlich stirbt sein 19 Jahre alter Bruder Fritz an einer Grippeinfektion. Nur wenige Monate danach, im August 1793, erkrankt der Vater an einer Lungenentzündung, von der er sich nicht mehr erholt. Bereits vom Tod gezeichnet, erteilt er seinem Sohn einen Segen, bevor er mit 56 Jahren stirbt.

Der junge Spittler verliert damit nicht nur den Vater, sondern auch seinen Lehrer. Er kommt nach Kirchheim zu einem Präzeptor, der ab nun für Unterricht und Erziehung zuständig ist...

Lesen Sie den ganzen Bericht in FACTUM 7/2006

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