Den Gulag überlebt
(19. Dezember 2006) - Zwangsarbeit, Hunger, Folter – ein Nordkoreaner überlebte die Hölle auf Erden.
Tobias-Benjamin Ottmar
Sein Gesicht ist gezeichnet von den schlimmen Erfahrungen, die er durchleiden musste. Kim Tae Jin, 50, ist einer von etwa 23 Millionen Nordkoreanern, der lange Zeit seines Lebens unter einem der brutalsten Diktatoren der Welt leben musste. Dabei wurde er nicht einmal in dem Land geboren. Erst fünf Jahre nach seiner Geburt, im Jahr 1961, zog er mit dem Vater in den Norden Koreas. Seine Eltern hatten sich scheiden lassen, als er noch jung war.
«In meiner Jugend fühlte ich mich nicht wirklich unglücklich», sagt Kim rückblickend. Für ihn, wie auch für viele andere kommunistisch erzogene Bewohner des Landes, hatte der damalige Herrscher Kim Il-Sung das Land von der Macht der «Reichen» errettet. In der Schule wurden Kim die Grundelemente des Kommunismus beigebracht. Reden und Schriften des Herrschers mussten auswendig gelernt werden. «Ich würde zehn Jahre brauchen, um alles zu erklären, was ich gelernt habe», erzählt der Flüchtling. Trotz der andauernden Gehirnwäsche kam Kim schnell dahinter, dass die angebliche Freiheit in Nordkorea in Wirklichkeit keine war.
Lesen Sie den ganzen Artikel in FACTUM 9/2006.
|