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Tempelberg-Fund bestätigt Taubenopfer
Ein archäologischer Fund am Tempelberg in Jerusalem bestätigt die biblische Beschreibung des Taubenopfers.
Alexander Schick
Es war die imposanteste Ausgrabung, die jemals in Israel durchgeführt wurde, doch die Funde sind fast nur Spezialisten bekannt. Von 1968 bis 1978 grub der israelische Archäologe Professor Benjamin Mazar (1906–1995) den Bereich an der Süd-Westecke des Tempelberges von Jerusalem aus, den sog. Ophel.
Seine Enkelin Dr. Eilat Mazar veröffentlicht nun in einer grossen wissenschaftlichen Editionsreihe die Grabungsergebnisse. Mazar stammt aus einer Archäologenfamilie. Ihr Cousin ist Prof. Amihai Mazar, bis vor kurzem Direktor des archäologischen Instituts der Hebräischen Universität.
Unter den vielen archäologischen Fundstücken am Tempelberg hat ein kleiner runder Gegenstand ganz besondere Aufmerksamkeit erregt. Er trägt die hebräische Inschrift KRBN (korban = Opfer). Unterhalb der Inschrift erscheinen (auf dem Kopf stehend) zwei Vögel, die wohl Tauben darstellen.
Im alten Israel galt als Gesetz für die Frauen, dass sie nach der Geburt eines Kindes ein einjähriges Lamm als Brandopfer und eine junge Taube als Sündopfer darbringen sollten, weil eine Frau durch die Blutung bei der Geburt als rituell unrein galt (3. Mose 12,6 und 7). War die Familie zu arm, konnte sie auch anstelle eines Lammes zwei junge Tauben als Opfertiere nehmen (3. Mose 12,8). Die bekannteste jüdische Frau, die von diesem «Ersatzopfer» Gebrauch machte, war Maria, die Mutter von Jesus.
Lesen Sie den ganzen Beitrag in factum 5/2008.
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