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Schuf der Zufall die Erde?
Wissenschafskreise bescheinigen der Evolutionstheorie den wissenschaftlichen Durchbruch im Jahr 2005. Das dies weltweit bekannt wurde, dafür sorgten die Herausgeber des Magazins „Science“, und zwar unmittelbar nachdem ein amerikanisches Gericht das Konzept des „Intelligent Design“, das von zielgerichteter Planung ausgeht, verworfen hatte. Der „Durchbruch“ ist medial inszeniert.
Rolf Höneisen
Selbst wenn die Medien es so darstellen: Beantwortet sind die offenen Fragen rund um die Evolutionstheorie noch lange nicht. Was führte zum Menschen? Weshalb blieb der Schimpanse Affe? Schuf der Zufall die Welt oder liegt eine Art Notwendigkeit in der Entwicklung des Menschen?
Die bekanntesten Evolutions-Gurus selbst sind sich uneins. Richard Dawkins preist die „fast unbegrenzte Kraft des darwinistischen Prinzips“. Durch Auslese habe die Natur immer bessere Wesen hervorgebracht. Die Evolution ist für Dawkins ein Siegeszug des Fortschritts.
Anders sieht es Stephan Jay Gould. Er ist der Hohepriester des Zufalls. Ein „wildes Lotteriespiel“ entscheide über Wohl und Wehe einer Art. Gould sieht in der Natur keine Fortschritte. Nicht das Streben nach Verbesserung, sondern zufällige Umstände hätten das Geschick des irdischen Lebens gelenkt. Es gebe keine sichtbare Marschrichtung.
In seiner Ausgabe 10/1998 lautete die Titelgeschichte des für die Meinungsbildung in Deutschland wichtigen Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ wie folgt: „Der göttliche Funke: Welches Ziel hat die Evolution?“ Trotz dieser guten Frage, beschränkte sich der Artikel leider lediglich auf die unterschiedlichen Vorstellungen von Dawkins und Gould. Die Frage nach dem Ziel wurde nicht beantwortet, weil die Schöpfungsantwort nicht gehört werden will. Ziel ruft nach Plan.
Ende 2005 titelte der „Spiegel“: „Gott gegen Darwin“ und verkündete den angeblich durchschlagenden Erfolg der Evolution gegenüber der Schöpfung. Anlass dazu will man ebenfalls im Gerichtsurteil von Dover gefunden haben. Vom Ziel der Evolution und vom Sinn oder Unsinn eines Zufallslebens wurde diesmal nicht einmal mehr im Ansatz gesprochen. Kurz vor Weihnachten ging es nur noch um eins: Den Sieg über die Schöpfungsidee zu verkündigen und die Gedanken an einen Schöpfer auszutreiben. Darwin wird höher gestellt als Gott.
Ist die Frage, ob die Erde planend erschaffen wurde oder das Produkt eines Zufalls ist, überhaupt so wichtig? Man urteile selbst. Der US-Philosoph und bekennende Darwinist Daniel Dennett ist zumindest konsequent. In einem Interview formulierte er die Folge der geglaubten Evolutionstheorie: „Dass es in der Welt Design gibt, war immer das stärkste Argument für die Existenz Gottes – und Darwin hat dem den Boden entzogen.“
Oder Evolutionsverfechter Stephen Jay Gould: „Ich sehe zumindest keinerlei Notwendigkeit, dass ein übernatürliches Wesen existiert.“
Und Ernst Mayr, er gilt als „Darwin des 20. Jahrhunderts“, stellte richtigerweise fest: „Wer alles als von Gott gemacht hält, dem ist wohl der Blick auf den Evolutionsgedanken verstellt.“ Exakt. Allerdings lässt sich Mayrs Aussage umdrehen: „Wer alles als durch zufällige Entstehung und Entwicklung geformt hält, dem ist wohl der Blick auf den Schöpfer verstellt.“ - Die Diskussion um Evolution oder Schöpfung geht weiter – sie muss weitergehen.
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